Nights in Limbo

VIMES - Nights in Limbo

Artist: 
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Lange, sehr lange hat es gedauert, jetzt ist das Album da: VIMES liefern ein Debüt mit hoher Hitdichte und zeigen, dass die Zeiten als Insider-Tipp vorbei sind. „Nights In Limbo“ ist der Startschuss, ab jetzt gehts nur noch nach vorn.

Menschen sind anstrengend, wenn sie etwas unbedingt haben wollen. Sie drängen und fordern und geben keine Ruhe bis sie das Objekt der Begierde endlich in Händen halten. Geduld ist eine seltene Tugend. Julian Stetter und Azhar Syed haben damit reichlich Erfahrung, schließlich waren die Nervensägen die eigenen Fans und Freunde und besagtes Objekt ihr seit geraumer Zeit in Arbeit befindliches Album. Die Anekdote, dass die beiden bei zahllosen Anlässen mit einem herzlichen „Was dauert bei euch eigentlich so lange?“ begrüßt wurden, eröffnet sogar die Produktbeschreibung der Plattenfirma. Ich gebe zu, ja, auch ich war einer dieser Quälgeister der auf Partys diese Frage nicht lassen konnte und ebenso öffentlich leiste ich hiermit Abbitte, I was blind but now I see: kommt Zeit, kommt Qualität.

Mit „Nights In Limbo“ legen die Kölner nun endlich ihr Debüt vor und was soll man sagen … aus hohem Druck und reichlich Feinschliff entstehen Brillanten. Unendlich viel Mühe, harte Arbeit und etliche Rückschläge stecken in der Produktion dieses Albums und es ist einer der größten Pluspunkte, dass man ihm dies keine Sekunde lang anmerkt. Die Songs scheinen zu schweben und versprühen eine Leichtigkeit, als wäre die Zeit im Studio ein einziger Spaziergang gewesen.

Der Sound: Pop und House, mal elegant und kühl, mal impulsiv und treibend. Produzent Jochen Naaf (Hundreds, PeterLicht, Xul Zolar) zeigt einmal mehr, wie einschmeichelnd Pop sein kann ohne dabei beliebig zu klingen. Der Trick: Azhar Syeds charismatische Stimme verleiht den Songs auch in den Momenten knarzender Elektronik die Wärme die man braucht, um sich in Musik zu Hause zu fühlen.

Müsste man Referenzen bemühen, mit Rüfüs, Hot Chip oder Postal Service läge man ebenso wenig daneben wie mit Nhar oder Apparat. Man kann sich in schlechterer Gesellschaft befinden. Echte Schwachstellen hat das Album keine, dafür aber gleich eine ganze Reihe Highlights. Darunter Großtaten wie das wunderbar reduzierte „Hopeful“ (bei dem Depeche Modes „Question Of Lust“ nicht allzu weit weg scheint) und „Mind“, ein schamloser Ohrwurm, der sich beharrlich festbeißt und in einer besseren Welt die Playlisten sämtlicher Radiostationen anführen würde.

Die in den letzten Jahren immer wieder aufkeimende Befürchtung, VIMES könnte möglicherweise ein reines Projekt bleiben, aufgrund eines fehlenden Albums den eigenen Hype verschlafen und irgendwann im Sande verlaufen, hat sich soeben zerschlagen. „Nights in Limbo“ ist ein Hybrid, weder ein reines Dance- noch ein typisches Pop-Album. Es ist mit Herz und Seele elektronisch aber frei von den Zwängen eines Genres, verwurzelt in der Stadt seiner Entstehung und trotzdem international. Dank der langen Vorlaufzeit zeigt sich schon auf dem Debüt eine reife, gewachsene Band, die entspannt und selbstbewußt in die Zukunft blicken kann. With a mind like yours, you can do anything. Stimmt.

 

TONSPION päsentiert:
VIMES - Nights In Limbo Tour 2016

Wir verlosen für jedes Konzert je 1 x 2 Tickets sowie 3 Exemplare des Albums. Schreibt uns einfach eine Mail mit dem Betreff LIMBO an Red@tonspion.de - Eure Daten und die gewünschte Stadt natürlich nicht vergessen! Einsendeschluss ist der 5. März 2016.

09.03.16. Aachen, Kulturbunker
10.03.16. Duisburg, Steinbruch
11.03.16. Köln, Gebäude 9 (Album Release Show)
12.03.16. Stuttgart, 1210
14.03.16. München, Milla
15.03.16. Mainz, Schon Schön
16.03.16. Luxembourg, De Goude Wellen
17.03.16. Nürnberg, Stereo
18.03.16. Dresden, Paula
19.03.16. Berlin, Musik & Frieden
23.03.16. Hamburg, Häkken
24.03.16. Hannover, Lux
30.03.16. Düsseldorf, FFT

Foto (Startseite): Stefan Braunbarth

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