Violent Femmes - Hotel Last Resort

Violent Femmes - Hotel Last Resort

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Die Violent Femmes melden sich mit ihrem zehnten Album zurück und klingen dabei wie früher und trotzdem nicht angestaubt.

Gut drei Jahre sind vergangen, seit die Violent Femmes mit "We Can Do Anything" nach 15-jähriger Pause plötzlich wieder auf der Bildfläche erschienen. Allerdings zeigten sie darauf nicht so wirklich, was sie alles können. Schon glaubte man, dieses Comeback hätte niemand gebraucht. Nun aber setzen sie ihrem einzigartigen Mix aus Post-Punk, Folk, Blues, American Roots Rock und Jazz erneut ein erfrischendes Denkmal. 

Violent Femmes - Another Chorus

36 Jahre sind vergangen, seit die Band aus Wisconsin ihre Debütplatte "Hallowed Ground" veröffentlichte. Dass dieses wie auch Alben wie "The Blind Leading The Naked" und "Who Do Birds Sing?" bis heute funktionieren, liegt am eigenwilligen wie zeitlosen Sound der Violent Femmes, und eben dem werden sie auf ihrem zehnten Langspielwerk erneut gerecht. Denn "Hotel Last Resort" ist ebenso nostalgisch und rückwärtsgewandt wie innovativ und zukunftsweisend. Es ist dieser besondere Gitarrenanschlag in Kombination mit der Nöligkeit von Gordon Ganos Stimme, die einen die Violent Femmes aus sämtlichen Bands ihrer Altersklasse und überhaupt herausstechen lassen. 

Klar, große Hits wie "Blister In The Sun" und "Add It Up" gibt es unter den 13 neuen Songs nicht, aber das ist eher dem veränderten Musikmarkt als der Band selbst zuzuschreiben. Denn die macht, was sie am besten kann: Avandgardistisches mit Gefälligem so mischen, sodass es Freude macht. Die Texte sind dabei weitaus weniger altklug als vieles, was die Band kurz vor ihrer Pause so unters Volk brachte. Und auf die elektronische Elemente, mit denen mal experimentiert wurde, verzichtet man gottlob komplett.

Neben den Gründungsmitgliedern Gordon Gano und Brian Richie, inzwischen alle Mitte 50, gehören heute übrigens John Sparrow und Blaise Garza zum festen Cast der Violent Femmes. Als Gäste wirkten dieses Mal Tom Verlaine, Gitarrist der 1973 gegründeten Band Television und eigentlich längst in Rente, sowie Profi-Skater Stefan Janoski mit. Als langjähriger Fan der Violent Femmes steuerte er die Vocals zu "I'm Nothing" bei, einem Song, der erstmals 1994 erschien.  

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