Paracosm

Paracosm

Washed Out

Redaktionswertung: 
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Zwei Jahre nach dem Debütalbum "Within and Without" legt Ernest Greene alias Washed Out nach: "Paracosm" verführt zur Realitätsflucht und macht klar, dass der schönste Platz immer dort ist, wo die Sonne scheint.

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Man mag sich ja fragen, was der Begriff  “Chillwave” überhaupt bedeuten soll: Darunter subsumierte Acts wie zum Beispiel Neon Indian oder Toro Y Moi weisen jedenfalls kaum Gemeinsamkeiten mit knackig-zackigem New Wave der frühen 1980er Jahre auf. Vielleicht soll die „kühle Welle“ aber einfach nur auf sanftes Ozeanplätschern an einem idyllischen Strand verweisen – ein solches Setting eröffnet sich bei den Platten der oben genannten fast automatisch, vor allem aber beim Begründer des Genres, Ernest Weatherly Greene Jr. alias Washed Out aus Georgia, USA.

Nach dem erfolgreichen Debütalbum „Within and Without“ von 2011 (SubPop) erscheint nun „Paracosm“, mit dem Greene seine Vision einer schöneren Gegenwart voll Liebe und Harmonie weiterverfolgt. Mehr noch: „Paracosm“ steht für Fantasiewelten im Geiste Narnias oder Mittelerde – ganz schön realitätsfremd, könnte man nun befürchten.

Aber auch wer sonst auf eher bodenständige Sachen steht, braucht vor „Paracosm“ keine Angst zu haben: die neun neuen Washed Out-Tracks sind die ideale Begleitung für einen entspannten Sommerabend am See, flirrend und leicht wie Sonnenstrahlen schweben Stücke wie „It All Feels Right“ oder „Weightless“: man kommt aus den Sonne-, Sommer- und Strandassoziationen gar nicht mehr heraus, aber das ist schön, sehr schön sogar.

Für „Paracosm“ hat Ernest Greene sein Klangspektrum erweitert, über fünfzig teils analoge Instrumente hat er sorgfältig gesamplet und verfremdet, um daraus seine impressionistischen Kleinode zwischen Ambient, Easy Listening und Minimalelektro zu basteln, von denen gewiss wieder einige auf den Soundtracks hipper TV-Serien wie „Portlandia“ landen werden. 

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