Reunion Tour

The Weakerthans - Reunion Tour

Redaktionswertung: 
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Dieser Titel stiftet Verwirrung. „Reunion Tour“ ist nicht die xte Wiederbelebung einer unnötig reanimierten Band, sondern das vierte Album von The Weakerthans. Und darauf kann man sich gelassen verlassen.

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Jede Band hat ihren eigenen Rhythmus. Diese hier mag es, wenn er behutsam und besonnen pulsiert. Vier Alben in zehn Jahren und viel dazwischen. The Weakerthans nehmen sich ihre Zeit für das Schreiben neuer Songs ganz bewusst und ausgedehnt. Eine Zeit, die man als Hörer und Wertschätzer dieser Band teils ungeduldig, teils gelassen nimmt. Ungeduldig deshalb, weil man natürlich schnell mehr von dem guten Zeug will, aber eben immer auch gelassen bleiben kann, denn enttäuscht haben die Jungs aus Winnipeg noch niemals. Ebenso diesmal.

Aufgenommen wurde der vierte Longplayer ohne Gründungsmitglied und Bassist John P. Sutton, der die Band 2004 verließ. Die elf neuen Songs wurden mit Greg Smith am Bass in zwei kleinen Sessions im kalten kanadischen Frühjahr am Rande von Winnipeg und Toronto aufgenommen. Und trotz seines verwirrendes Titels geht „Reunion Tour“ schnurstracks ins Herz und umarmt dort sofort alles! Allein schon John K. Samsons Stimme wiederzuhören, belohnt jede Warterei. Diese Stimme, die versöhnt, mit all dem, was im Hier und Jetzt umgibt, zwickt und betrübt. Eine Stimme, die mit Worten all das umschließt, was wichtig und nichtig ist. Eine Stimme, die in Melodien eingebettet ist, die so vieles in sich tragen, so tief gehen und so ziemlich alles umarmen. Wie immer völlig enttäuschungsfrei, dieser Schatz aus Winnipeg. (Björn Bauermeister)

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