Romy Schneider – Ein Leben

Romy Schneider – Ein Leben

Werner Sudendorf

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1982 starb eine der größten Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts, deren schicksalhaftes und spannendes Leben gleich mehrere Verfilmungen wert ist: Romy Schneider. In dieser Hörbiografie werden die schönen und schwierigen Stationen ihrer Karriere aufgerollt.

In "Romy Schneider – Ein Leben" wird das Leben dieser faszinierenden Frau nicht einfach nacherzählt, sondern geradezu inszeniert: Musik, O-Töne und mehrere Sprecher machen diese Hörbiografie zu einer intensiven Rückschau auf das Gesamtwerk, die Persönlichkeit und das Privatleben der Schauspielerin.

Die große Kunst von Romy Schneider bestand darin, augenblicklich zu berühren, wenn Sie auf der Leinwand zu sehen war: Ob in kitschigen Kultrollen wie "Sissi" oder in späteren dramatischen Filmen wie "Der Swimminpool", es schien als würde sie niemals trennen zwischen Leben und Leinwand. Bereits mit 14 Jahren war sie erstmals in einem Film zu sehen, zusammen mit ihrer Mutter Magda in "Wenn der weiße Flieder wieder blüht". Nach zahlreichen dieser heimatlichen gefühlsduseligen Filmen brach sie mit der Mutter und floh nach Paris, wo sie sich heillos in Alain Delon verliebte und eine filmreife Amour Fou begann und endete mit Schneiders Worten: "Er war feige, aber er war schön".

Die Hörbiografie erzählt von all diesen wichtigen Ereignisse in Romys Leben und schnell wird klar, dass ihre Biographie zum eigenständigen Werk wurde. Ihre Kunst wurde zur Flucht und sie fasste das Drama so treffend wie traurig zusammen: "Im Film gelingt mir alles, im Leben nichts". Mit nur 43 Jahren starb sie –  gezeichnet vom tragischen Sohn ihres jungen Sohnes, von zu viel unglücklicher Liebe, von zu viel Alkohol und Tabletten. Was bleibt ist ein eigentümliches Strahlen und Leuchten, das Romy Schneider in jedem ihrer Filme umgibt.

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