Dreams

Dreams

The Whitest Boy Alive

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Erlend Oyes samtweiche Stimme hat schon manche Platte veredelt. Gemeinsam mit einigen Berliner Kumpels hat der schlaksige Norweger eine Platte aufgenommen, die nicht nur in der Hauptstadt mächtig eingeschlagen hat.

Hinter dem seltsamen Bandnamen steht bekanntlich kein Geringerer als die bessere Hälfte der Kings Of Convenience - Erlend Oye. Man darf also Qualität erwarten. Der Wahlberliner zaubert auf "Dreams" in gewohnter Manier Melodien aus dem Hut, auf die so mancher Konkurrent nur neidisch sein dürfte. Zusammen mit Marcin Oz (Bass), Sebastian Maschat (Drums) und Daniel Nentwig (Rhodes, Keyboards) gelingt es Oye seinen akustischen Indie-Pop fit für die Tanzfläche zu machen. Die Ähnlichkeiten mit der letzten Kings Of Convenience-Platte "Riot On An Empty Street" sind glücklicherweise noch erkennbar, dennoch geht es weniger in Richtung "Quiet Is the New Loud", vielmehr scheint der Dancefloor das neue Ziel des charmanten Künstlers mit der Riesenbrille zu sein. Doch im Unterschied zu seiner überwiegend elektronischen Soloplatte bilden nun Funk, Jazz, Dance und akustische Indiegitarren das Fundament eines Sounds, der vor allem ungemein in die Beine geht. Musik zu der man sich bewegen will. Der Download "Burning" zeigt das ganze Hitpotential dieser Jungs. Wer dieses mitreissendes Pop-Kleinod noch nicht im heimischen Plattenschrank hat, sollte das unbedingt nachholen. Wäre ja schade, eine der besten Platten des Jahres 2006 vergessen zu haben. (cw)

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