Wiz Khalifa - Rolling Papers 2 (Artwork)

Wiz Khalifa - Rolling Papers 2

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Sieben Jahre später schickt Wiz Khalifa den Nachfolger zu seinem Durchbruchsalbum "Rolling Papers" ins Rennen und zeigt eindrucksvoll, dass die großen Werke in den meisten Fällen keine Fortsetzung vertragen. 

Video: Wiz Khalifa - Real Rich (feat. Gucci Mane)

Im März 2011 veröffentlichte ein damals 23-jähriger Wiz Khalifa sein drittes Studioalbum "Rolling Papers" und schaffte durch Hits wie "Black and Yellow", "No Sleep" und "When I'm Gone" den Aufstieg in den Rap-Olymp. Die Themensetzung war damals klar definiert: Sex, Parties und ein, bereits im Albumnamen festgesetzer, Fokus auf das Thema Weed.

Sieben Jahre später hat Wiz Khalifa nicht nur drei weitere Studioalben und fünf Mixtapes abgeliefert, sondern seit 2015 mit "See You Again" auch einen der größten Radiohits aller Zeiten im Gepäck, der mittlerweile an den 4 Milliarden (!) Klicks auf Youtube kratzt. Wiz Khalifa gehört zweifelsfrei zu den größten Namen im Rap-Business und dennoch hat man oftmals das Gefühl, gar nicht so recht zu wissen, weshalb dies der Fall ist.

Eine große stilisitsche oder inhaltliche Weiterentwicklung muss man bei den vergangenen Veröffentlichungen schmerzlich vermissen, es wirkt oftmals lediglich so, als hätten die vergangenen und gelegentlichen Radio-Hits Wiz Khalifa zum "Household Name" erhoben und damit auch zum dauerhaften Bestandteil der Rap-Szene gemacht. 

Ein Blick auf die Tracklist von "Rolling Papers 2" lässt einen zunächst erstarren. 25 Tracks, gespickt mit 16 illustren Feature-Parts. Dass so eine Vielzahl von Tracks gerne dazu führt, dass der tatsächliche Fokus schnell verlorengeht, hat kürzlich auch Drake mit seinem neuen Album "Scorpion" bewiesen. 

Audio: Wiz Khalifa - Hopeless Romantic (feat. Swae Lee)

Wiz Khalifa hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen würdigen Nachfolger für sein bis dato einflussreichstes Album zu kreieren und ist damit grandios gescheitert, obwohl er scheinbar alles richtig gemacht hat. Der Sound mag sich dem Zeitgeist angepasst haben, die Themen sind jedoch eine exakte Kopie des Originals von 2011. Parties, Rausch, Jugendsünden, ein kleines bisschen Herzschmerz und selbstverständlich kommt auch das Lieblingsthema "Mary Jane" nicht zu kurz.

Khalifas inahltlicher Fokus mag für die entsprechende Szene unterhaltsam sein, doch langsam stellt sich die Frage ob irgendjemand auch noch den 100. Songs übers Kiffen gebraucht oder tatsächlich vermisst hätte? "Rolling Papers 2" versucht an vielen Stellen eine Kopie des Originals zu sein, scheitert aber maßgeblich daran, das Gefühl und die Unbeschwerheit der Hits von 2011 wieder aufzugreifen.

Unter den 25 Songs finden sich mit Sicherheit etliche Hits für die Playlist eines jeden Wiz Khalifa-Fans, für die meisten anderen Hörer dürfte sich "Rolling Papers 2" aber kaum merklich von den zusammengewürfelten Mixtapes der letzten Jahre unterscheiden. 

Wiz Khalifa wurde scherzhaft oftmals als die Reinkarnation von Snoop Dogg bezeichnet. Leider äußert sich die Ähnlichtkeit beider Künstler zuletzt nicht nur durch die gemeinsame Drogen-Verherrlichung, sondern insbesondere durch die Veröffentlichung einer ganzen Reihe von Releases, die einen roten Faden, eine Weiterentwicklung oder einen interessanten Ansatz vermissen lassen. 

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