Unified

Unified

Wolfman

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Wolfman offenbaren mit ihrer Namenswahl einen, leider, schlechten Filmgeschmack, machen dafür aber musikalisch umso mehr richtig. Ihr Debüt „Unified“ bietet angenehm verschleppten Electro-Pop, dessen selbstbewusste Selbstverständlichkeit überrascht.

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Wolfman, so viel zur Aufklärung, ist ein gefloppter Film mit Benicio del Toro, der dem Werwolf-Sujet nichts Neues hinzu zu fügen wusste - erst recht nicht dem Original von 1941. Katerina Stoykova und Angelo Repetto, beide wohnhaft in Zürich, bereichern dagegen das Electro-Pop-Genre um ein Album, das sich von hinten anschleicht. Auf leisen Pfoten, um im Bild zu bleiben, bewegt sich „Unified“ fort, werden die zupackenden Stücke lieber im Mittelteil versteckt.

Wolfman - Won't Be Tamed

Ist sich jemand seiner Sache hier absolut sicher? Denn beste Freunde wird man mit „Unified“ erst nach dem dritten oder vierten Hören. Das soll keineswegs bedeuten, dass „Unified“ eigentlich unhörbar ist. Im Gegenteil, aber die beiden – Achtung Klischee! – zurückhaltenden Schweizer mögen es ein wenig subtiler.

Mit jedem weiteren der zwölf Songs auf „Unified“ treten Stoykova und Repetto aber mit mehr Selbstbewusstsein auf. Wenn sie im Duett ans Mikro treten, entstehen wunderbar schwingende Momente, deren Lässigkeit an die Peaking Lights erinnert. Am Ende ist man deshalb froh, dass Wolfman in ihrem eigenen Tempo unterwegs sind und sich zu keinem Zeitpunkt hetzen lassen!

Tourdaten:
(als Support von Hercules & Love Affair)

15.05.2014 Leipzig, Conne Island
16.05.2014 München, Strom
17.05.2014 Offenbach, Hafen 2

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