Wrabel

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Wrabel

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Wrabel (sprich: "reibel") ist einer der Shooting-Stars der US-Popszene. Sein Song "Ten Feet Tall" ging 2014 um die Welt und trotzdem kennt ihn bei uns noch fast niemand. Wir trafen den Rising Star vor seinem Showcase im Berliner Maze Club (ehemals Schwuz) zum Interview.

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Buzzfeed sagt, er sei einer der unterschätztesten Acts 2015. Und obwohl sein Song "Ten Feet Tall" millionenfach gestreamt wurde, ist er bei uns noch fast ein Nobody. Das Liebeslied schrieb er ursprünglich als intime Piano-Version für seinen damaligen Freund. Im Mix vom DJ Afrojack wurde er dann zum Hit. 

Der schmal gebaute 27-Jährige wirkt zurückhaltend und schüchtern, als er sich mit wilder Mähne und runterhängenden Schultern, aber stets gut gelaunt den Fragen stellt. Auf einer gemütlichen Couch bei allerlei weihnachtlicher Knabbereien gibt er zu, zwar mit Ellie Goulding zusammengearbeitet zu haben, allerdings handelte es sich dabei um "an internet thing", wirklich getroffen habe er sie nie. Dennoch sagt er, erhielt er dadurch einen guten Einblick, was es heißt, an Pophits zu werkeln.

Seine Songs sind für den Musiker, der in L.A. lebt eine Art Tagebuch. Gerade in Liebesdingen – so abgedroschen das auch klingen mag – hat er einiges zu erzählen und spart nicht an Theatralik und Emotionalität. 

Seine Songs drehen sich fast alle um seine erste große Liebe und eine schwierige Trennung, die er musikalisch verarbeitet hat. Live trägt er seine Songs am Klavier mit großer Stimme vor und erzählt erfrischend offen, in welchem Gefühlschaos die Songs entstanden sind. Schon sein Leben lang nutzt er das Klavier als eine Art Ventil und Konstante, um die vielen Umzüge und Brüche, die seine Kindheit prägten, zu verarbeiten.

Wie er auswählt, welche Geschichten, welche Erlebnisse in dieses Tagebuch Einzug halten, möchte ich von ihm wissen. "So genau kann man das gar nicht sagen, es ist immer ein bestimmtes Gefühl. Wenn es an dem ist, weiß man es einfach." So weit, so gut.

Quelle: https://www.instagram.com/dan__aiden/

Die Frage, um die sich natürlich nicht alles, aber vieles dreht, war jene nach dem ersten Album. Und er konnte bereits zusagen, dass sein Debüt im ersten Drittel des neuen Jahres kommen wird. Wie das klingt: "Es wird nicht auf eine bestimmte Richtung festgelegt sein. Und solche Dinge selbst zu definieren, ist sowieso immer ein zweischneidiges Schwert. Andere können das besser beurteilen als ich."

Es dauert also nicht mehr allzu lang, bis wir ein umfassendes Bild dieses noch sehr jungen Künstlers mit einer vielversprechenden Karriere bekommen. Und wir werden euch auf dem Laufenden halten.

Unterdessen könnt ihr euch anschauen, was das Musikjahr 2016 so zu bieten hatte, bevor wir uns 2017 widmen.

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