Yeah Yeah Yeahs EP

Yeah Yeah Yeahs - Yeah Yeah Yeahs EP

Redaktionswertung: 
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Nach der besinnlichen "New Acoustic"-Welle im letzten Jahr folgte mit Bands wie "The White Stripes" prompt die Rock`n`Roll-Gegenbewegung - dreckige, unverfälschte Musik mit Trash-Punk-Attitüde ist plötzlich wieder angesagt.

Da verwundert es nicht, dass das im Sommer 2000 gegründete New Yorker Trio "Yeah Yeah Yeahs" zurzeit in den USA mächtig abräumt. Die Band spielte schon früh im Vorprogramm der White Stripes und der Strokes und überzeugte kürzlich auch hier in Deutschland als Vorband von John Spencer und seiner Blues Explosion. Ihre selbstbetitelte Debüt-EP, die mit Jerry Teel von Boss Hog aufgenommen wurde, macht vom ersten Takt an unmissverständlich klar, dass der Name Programm ist: trotz der Minimalbesetzung Gitarre/Schlagzeug/Gesang rocken die YYYs wie die Hölle. Nicht zuletzt durch das kraftvolle Spiel von Gitarrist Nick Zinner kommt ihre Musik völlig ohne verschnörkeltes Beiwerk aus, ohne dabei auf mitreißende Melodien zu verzichten. Auch textlich geht es ziemlich zur Sache, die charismatische Frontfrau Karen O nimmt kein Blatt vor den Mund: "As a fuck son you suck - the bigger the better". Der rohe, energiegeladene Blues der Yeah Yeah Yeahs strotzt nur so vor Sexappeal und braucht sich nicht vor John Spencer, Brassy, P.J. Harvey & Co. zu verstecken - ganz im Gegenteil, so viel ungebändigte Spielfreude gab es schon lange nicht mehr zu hören. (mk)

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