10 Gründe für die Corona-Warn-App

Helft, die Pandemie zu beenden

Die Corona-Warn-App des Bundes ist da und soll die Ausbreitung von Corona weiter eindämmen. Diese zehn Gründe sprechen dafür, mitzumachen und sich die App zu installieren.

Corona-Warn-App

Lange hat man darüber diskutiert, jetzt ist sie endlich da und zwar zur Zufriedenheit von Datenschützern und Kritikern. Die Corona-Warn-App des Bundes in Zusammenarbeit mit dem RKI erkennt über eine Schnittstelle die anonyme Bluetooth ID anderer Smartphones, die sich für längere Zeit in der Nähe befinden.

Hat man sich mit Corona infiziert und wird positiv getestet, kann man all diese Smartphones anonym informieren und dafür sorgen, dass die Betroffenen sich testen lassen oder einfach in Quarantäne begeben, sofern sie keine Symptome haben. Dadurch soll eine weitere Verbreitung des Virus schnellstmöglich eingedämmt werden. 

Diese Gründe sprechen dafür, dass sich jeder die App auf seinem Smartphone installiert:

1. Es werden keine personenbezogenen Daten erhoben

Die App wird installiert, aktiviert, fertig. Es wird an keiner Stelle nach Namen oder sonstigen Daten gefragt. Die Bewegungsdaten werden verschlüsselt und dezentral ausgetauscht, also von Smartphone zu Smartphone und von niemandem zentral überwacht. Wer Facebook oder Whatsapp nutzt und dann ernsthaft was von "ich gebe doch meine Daten nicht preis" fantasiert, sollte sich einfach mal informieren, was die App eigentlich macht. Übrigens werden sämtliche Daten nach 14 Tagen gelöscht. Aus Datenschutzsicht spricht also überhaupt nichts gegen die App.

2. Corona verbreitet sich auch ohne Symptome

Immer wieder ist davon zu hören, dass Corona doch schon weg sei und man sowieso niemanden kenne, der es habe. Doch mit Corona steckt man sich vor allem bei Personen an, die noch gar keine Symptome haben, deshalb breitet es sich auch auf Partys so rasend schnell aus, wie Ischgl eindrucksvoll zeigte. Man kriegt es viel zu spät mit, wenn man schon wieder andere Menschen angesteckt hat. Die App kann dabei helfen, schneller informiert zu werden, ob jemand infiziert ist, mit dem man kürzlich in Kontakt oder länger in einem Raum war.

3. Die App gibt uns viele Freiheiten zurück

Wir werden noch lange mit Corona zu tun haben, eine Impfung ist noch lange nicht in Sicht. Je schneller die Neu-Infektionen lokal eingedämmen können, desto mehr Freiheiten können wir uns nehmen, weil es sich dann irgendwann tatsächlich nur noch um eine Art Grippe handeln wird, die sich aber dann nicht mehr so beängstigend rasant ausbreitet, wie wir das noch im März erlebt haben. Denn das ist das wirklich gefährliche an Corona.

4. Die App rettet Leben

Je langsamer sich das Virus ausbreitet, desto weniger Menschen werden sterben. Wenn ich nicht zu Oma gehe, weil ich kürzlich Kontakt zu einem positiv getesteten hatte und die App mir das mitteilt, dann kann ich ihr damit das Leben retten! Und übrigens auch deines: auch viele jüngere Menschen berichten von schwer- und langwierigen Folgen einer Corona-Infektion. Es kann jeden treffen!

5. Die App sichert deinen Arbeitsplatz und unsere Clubs

Wenn es ein effektives System zur Kontrolle des Virus gibt, könnten auch größere Zusammenkünfte bald schon wieder möglich sein. Je weniger das Virus verbreitet ist, desto geringer ist auch das Risiko einer zweiten Welle. Und wenn es trotzdem mal jemanden erwischt und alle Anwesenden eine Benachrichtigung erhalten, dann breitet es sich trotzdem nicht mehr in der Bevölkerung aus. Das Risiko bleibt also künftig noch überschaubarer als bisher. Eine zweite Welle würde unsere Wirtschaft keinesfalls verkraften, das sollten vor allem die Kritiker immer vor Augen haben.

6. Es funktioniert nur, wenn mindestens 60 Prozent dabei sind

Nur wenn wir solidarisch sind, wird die App funktionieren. Je mehr Menschen sich die App auf ihr Smartphone installieren und bei einem positiven Test alle Menschen informieren, die ihnen in den letzten Tagen nahe gekommen sind, nur dann funktioniert es. Das ist genauso wie beim Maske tragen. Es ist ein Zeichen von Respekt den Mitmenschen gegenüber. Sprich also mit deinen Freunden, diskutiere mit Kritikern auf Facebook und versuche sie davon zu überzeugen, dass kein Risiko mit der App verbunden ist, es ist nur ein Klick. Natürlich ist keiner verpflichtet, sich die App zu installieren oder sich testen zu lassen, aber dann geht man eben das gleiche Risiko ein, wie die USA oder Schweden. Und die Folgen sind bekannt... das kann hier keiner ernsthaft wollen.

7. Risikogruppen können früher behandelt werden

Das Fiese an Corona ist, dass Symptome frühestens nach 5 Tagen spürbar sind, wenn überhaupt. In dieser Zeit ist man aber möglicherweise schon hoch infektiös. Wer informiert wird über die App kann frühzeitig zum Arzt gehen und sich darüber informieren, welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt. Dadurch werden vor allem Risikopatienten geschützt, die bereits Vorerkrankungen haben und deshalb schon seit Monaten nicht mehr aus dem Haus gehen können. Für sie sind die derzeitigen Lockerungen und das rücksichtslose Verhalten mancher Corona-Leugner mehr als beängstigend.

8. Der Standort bleibt geheim

Anders als im Vorfeld befürchtet, werden keine Standort-Daten gespeichert. Niemand kann sehen, wo man ist oder war. Die App speichert lediglich anonyme Bluetooth IDs, die man von anderen Smartphones in der Nähe erhalten hat. Sie sind nicht rückzuverfolgen oder einer Person zuzuordnen. Auch im Fall einer Erkrankung werden nicht die Behörden informiert, sondern die Menschen, mit denen man in letzter Zeit enger in Kontakt war.

9. Die manuelle Verfolgung von Ketten ist datenschutztechnisch höchst problematisch

Bisher mussten die Gesundheitsämter in investigativer Kleinarbeit herausfinden, mit wem ein Infizierter die Tage zuvor in Kontakt war, Kontaktdaten ermitteln und die Betroffenen informieren. Dazu muss man letztlich das gesamte Privatleben abfragen. Das ist viel problematischer als eine anonymisierte App und außerdem viel zu langwierig, um schnell reagieren zu können. Das Virus kann sich also tagelang ausbreiten, bis die Kontaktpersonen informiert sind. Und ganz offen gesagt: an welche Begegnungen aus den letzten fünf Tagen kannst du dich überhaupt erinnern?

10. Die App wird das Reisen sicherer machen

Da Apple und Google standardistierte Schnittstellen bereitstellen, ist ein Austausch mit den Apps anderer Länder zukünftig vorgesehen. Das wird uns auch wieder ermöglichen sicher in andere Länder zu reisen und den riesigen Erfolg der Corona-Eindämmung in Deutschland nicht zu gefährden. Da wir nicht wissen, wie lange wir noch mit Corona leben müssen, liefert die App einen wichtigen Beitrag dazu, dass wir vergleichsweise risikoarm damit leben können und auch ein gewisses Gefühl der Sicherheit bekommen. Und das ist für viele sicherlich das Wichtigste.

Download (iOS)     Download (Android)

Thema: 

Empfohlene Themen