20 Games mit Musikern

Diese Künstler gibt es auch als Pixelversionen!

Musik und Videospiele gehören zusammen wie Mario und Luigi. Da wundert es niemanden, dass beide Unterhaltungszweige eine jahrzehntelange Beziehung pflegen.

50 Cent ballert sich durch sein Videospiel "Blood On The Sand"

Trent Reznor, Beck und Paul McCartney schreiben Musik für Games, Kiss, AC/DC und die Mötley Crüe veröffentlichen Pinball-Spiele und Videospiel-Soundtracks finden immer häufiger den Weg auf Vinyl. Doch einige Musiker gehen noch einen Schritt weiter und tauchen selbst als Pixelfiguren in Videospielen auf. Die prominentesten Beispiele haben wir für euch herausgesucht.

Noch eins vorweg: Rhythmusspiele wie "Guitar Hero", "Rock Band", "DJ Hero" und "Just Dance", bei denen von Metallica bis zu den Beatles alle großen Bands vertreten sind, werden in dieser Liste nicht genannt.

Aerosmith in "Revolution X"

"Revolution X" von 1994 basiert auf dem Gameplay des drei Jahre zuvor erschienenen Rail-Shooters "Terminator 2: Judgement Day". Die Spieler ballern sich durch eine dystopische Zukunft, um Aerosmith aus den Fängen des Militärregimes "New Order Nation" zu befreien. Neben Pixelversionen der Bandmitglieder enthält das Spiel Lieder wie "Eat The Rich", "Sweet Emotion" und "Walk This Way".

G-Unit in "50 Cent: Bulletproof" & "50 Cent: Blood On The Sand"

Dass 50 Cent ein mindestens so guter Geschäftsmann wie Rapper ist, zeigen die unzähligen Projekte, die er neben der Musik umsetzt. 2005 sah er den schnellen Dollar in der Videospielindustrie und veröffentlichte den Third-Person-Shooter "Bulletproof". Zusammen mit seiner G-Unit schießt er sich durch New Yorks Untergrund, um eine Verschwörung aufzudecken. Drei Jahre später erschien der Nachfolger "Blood On The Sand", der inhaltlich nicht weniger flach ausfällt. Nach einem Konzert im Mittleren Osten stiehlt eine paramilitärische Gruppe die Gage. Darauf folgt eine sechsstündige Ballerorgie.

Journey in "Journey Escape" & "Journey"

Ein Jahr nach ihrem Erfolgsalbum "Escape" veröffentlichten Journey 1982 "Journey Escape" für den Atari 2600. Auf dem Zenit ihres Erfolgs schafft es die Band nicht einmal mehr von der Konzertbühne in den Tourbus, ohne von Groupies, Paparazzi und zwielichtigen Geschäftsleuten gestellt zu werden. Aufgabe des Spielers ist es also, jedes Bandmitglied in Sicherheit zu bringen. Angefixt vom Erfolg des Spiels, veröffentlichte Entwickler Bally Midway 1983 den Arcade-Automaten "Journey". Darin gilt es, die Bandmitglieder wieder mit ihren verloren gegangenen Instrumenten zu vereinen.

Wu-Tang Clan in "Wu-Tang: Shaolin Style"

Dass der Wu-Tang Clan ein Faible für Kung-Fu besitzt, wissen auch die größten Hip-Hop-Muffel. Ein Spiel, in dem die Rapper aus Staten Island selbst zu Kämpfern dieser Disziplin werden, ergibt da nur Sinn. 1999 erschien das Fighting-Game "Wu-Tang: Shaolin Style" für die PlayStation. In "Tekken"-Manier verteilen Method Man, RZA, Ol' Dirty Bastard und der Rest der Gruppe blaue Augen.

Ludacris & Co. in "Def Jam Vendetta", "Def Jam: Fight For NY" & "Def Jam Icon"

Was der Wu-Tang Clan bereits 1999 mit "Wu-Tang: Shaolin Style" machte, holte das Hip-Hop-Label Def Jam ab 2003 im großen Stil nach. In "Vendetta" und den Nachfolgern "Fight For NY" und "Icon" schlagen sich Rapper wie DMX, Ludacris und Joe Budden gegenseitig die Grills aus der Fresse. Mit dem dritten Teil "Icon" orientierte sich die Reihe weg vom Wrestling-Gameplay hin zu klassischen Prügelspielen wie "Street Fighter".

Spice Girls in "Spice World" & "Get Fit With Mel B"

1998 kam niemand an den Spice Girls vorbei. Auch nicht die Videospielindustrie, die mit "Spice World" ein mageres Rhythmusspiel entwickelte. Per rechtzeitigem Tastendruck steuert der Spieler Mel B, Emma, Mel C, Geri und Victoria durch sieben Tanzchoreografien. Mel B versuchte es 2010 noch einmal im Alleingang und brachte das Fitnessspiel "Get Fit With Mel B" heraus. Als eines der ersten Spiele überhaupt, das die damals frisch eingeführten Bewegungssteuerungen PlayStation Move und Xbox Kinect nutzte, floppte es dramatisch.

Michael Jackson in "Moonwalker" & "Ready 2 Rumble Boxing: Round 2"

Der King of Pop taucht am häufigsten von allen Musikern in Videospielen auf. Neben Cameos in der Rhythmusspielreihe "Space Channel 5", dem Musikspiel "Michael Jackson: The Experience" und einem nie veröffentlichten Online-Rollenspiel namens "Planet Michael" erinnern sich die meisten Spieler an den Plattformer "Moonwalker" von 1990. Neben Shaquille O'Neal sowie Bill und Hillary Clinton (nicht unter ihren echten Namen) prügelt sich Jackson zudem in "Ready 2 Rumble Boxing: Round 2".

Linkin Park in "8-Bit Rebellion!"

Im 2010 erschienenen iOS-Handyspiel "8-Bit Rebellion!" bekämpfen Linkin-Park-Fans ein böses Imperium, das die Pixelwelt übernehmen möchte. Jedes Level basiert auf einem Bandmitglied. Wer das Spielende erreichte, wurde mit dem damals noch unveröffentlichten Lied "Blackbirds" belohnt.

LL Cool J & Co. in "Rap Jam: Volume One"

Basketball und Hip-Hop gehören zusammen. Das hat auch Motown verstanden und 1995 über seinen kurzlebigen Videospielableger Motown Games "Rap Jam: Volume One" veröffentlicht. Darin treten Rapper wie LL Cool J, Coolio, Chuck D von Public Enemy und Sticky Fingaz von Onyx auf dem Spielfeld gegeneinander an. "Volume Two" erschien nie.

Andrew W.K. & Insane Clown Posse in "Backyard Wrestling 2: There Goes The Neighborhood"

Neben der Musik begeistern sich Violent J und Shaggy 2 Dope von der Insane Clown Posse fürs Wrestling. So stehen sie selbst regelmäßig im echten, aber auch virtuellen Ring. Im mittelmäßigen "Backyard Wrestling 2" von 2004, das auf besonders brutale Hinterhofprügeleien setzt, verteilen sie zusammen mit einem ebenfalls spielbaren Andrew W.K. Clotheslines und Bodyslams.

Prince in "Prince Interactive"

Im Stile des Grafik-Adventures "Myst" erlaubt es "Prince Interactive", eine virtuelle Erkundungstour durch die Paisley Park Studios anzutreten. Die CD-Rom erschien 1994 und enthält neben dem Spiel auch unveröffentlichte Musik und Videoclips von Prince.

Gastauftritte von Phil Collins, Fred Durst & David Bowie

Es gibt aber auch Spiele, in denen Musiker nicht im Mittelpunkt stehen, sondern nur für Gastauftritte vorbeischauen. So muss Phil Collins in einer Mission von "Grand Theft Auto: Vice City Stories" vor Auftragsmördern beschützt werden, Fred Durst kämpft als spielbare Figur im Wrestling-Game "WWF SmackDown: Just Bring It" und David Bowie steuerte nicht nur die Musik zum Adventure-Game "Omikron: The Nomad Soul" bei, er tritt auch in einer Nebenrolle auf.

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