AC/DC: Ex-Sänger Brian Johnson veröffentlicht Statement

"Ich kann mir ein Leben ohne AC/DC nicht vorstellen, aber im Moment habe ich keine Wahl"

AC/DC-Sänger Brian Johnson hat sich in einem langen Statement an die Fans seiner alten Band gewandt. Die Nachricht, dass er nicht mehr in großen Stadien singen könne, sei für ihn der schwärzeste Tag seiner Karriere gewesen. Aufhören werde er aber keineswegs. 

AC/DC 2015 (Foto: Josh Cheuse - Presse)
AC/DC 2015 (Foto: Josh Cheuse - Presse)

Es ist derzeit noch nicht ganz klar, ob Brian Johnson tatsächlich aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme die Band verlassen hat oder ob er letztlich aus der Band gekickt wurde, um einem jüngeren Sänger Platz zu machen. Die Gerüchte wollen nicht verstummen, dass Bandleader Angus Young (61) sowieso nicht mehr mit Johnson (68) geplant habe, da er mit AC/DC noch ein paar Jahre durch die Weltgeschichte touren will. 

So ist auch zu verstehen, dass AC/DC sich nur knapp bei ihrem alten Sänger bedankt haben, bevor sie den Ersatz für die laufende Tour, Axl Rose, aus dem Hut zauberten. Nun veröffentlicht Johnson seinerseits ein Statement und erklärt die genauen Umstände seines Hörverlustes und räumt ein, in großen Hallen die Musik nicht mehr richtig zu hören und das seine Performance gefährdet habe. 

Allerdings denke er nicht daran aufzuhören, er könne sehr wohl noch Platten aufnehmen oder Konzerte im kleineren Rahmen spielen. Zu AC/DC wird er aber wohl nicht mehr zurückkehren können, denn für die sind selbst Stadien inzwischen zu klein. Außerdem dankte er ausdrücklich seiner alten Band für die Unterstützung. 

"The one thing for certain is that I will always be with AC/DC at every show in spirit, if not in person."
Brian Johnson

Man kann AC/DC sicher nicht vorwerfen, dass sie mit dem Guns N'Roses Sänger nur irgendeine PR-Nummer abziehen, denn das haben sie schon lange nicht mehr nötig. Ganz im Gegenteil: das Risiko ist für beide Seiten, AC/DC und Rose sehr hoch, bei den eingefleischten Fans durchzufallen. Aber die laufende Tour einfach abzusagen kam für die Rock'n'Roller nicht in Frage und da musste eine schnelle Lösung her und jemand, der genügend Erfahrung in großen Stadien mitbringt.

Die ersten Reaktionen auf die prominente Neuverpflichtung sind bisher überwiegend negativ, viele Fans befürchten einen Ausverkauf der Band, die dafür berühmt ist, seit 40 Jahren so gut wie unverändert zu klingen. Es wartet ein ganzes Stück Arbeit auf Axl Rose, um die Fans von AC/DC zu überzeugen. Auch wenn er vermutlich sowieso nur als Zwischenlösung in Frage kommt, denn der hat bekanntlich mit seiner eigenen Band derzeit genug zu tun. 

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