AfD wegbassen: Berlin geht gegen AfD auf die Straße

Mehr als 25000 demonstrieren mit Musik gegen Rechtspopulisten

Rund 25000 Menschen gingen gestern in Berlin auf die Straße, begleitet von Wagen mit Musik. Über 100 Berliner Clubs hatten zum Protest gegen die Rechtspopulisten aufgerufen. Es könnte der Beginn einer neuen Bewegung sein.

Dabei wurde die AfD-Kundgebung am Brandenburger Tor förmlich von allen Seiten umzingelt. Nach Polizeiangaben hatten sich dort 5000 Sympathisanten von AfD und Pegida versammelt, um gegen Merkel und Flüchtlinge zu protestieren und ihren Hass zu verbreiten.

Doch das schiefe Bild, wer hier eigentlich das Volk ist, haben die Gegendemonstranten auf beeindruckende Weise gerade gerückt: eine Partei mit gerade mal 13 Prozent führt ein ganzes Land jetzt schon seit Jahren am Nasenring durch die Arena und bestimmt die Themen. Statt die brennenden Zukunftsfragen wie Arbeit, Umwelt, Globalisierung und soziale Gerechtigkeit zu verhandeln, rückt durch die AfD der Nationalismus und Abgrenzung von Minderheiten in den Mittelpunkt der politischen Debatte. 

Höchste Zeit also, das entstandene Bild zu korrigieren, dass wir es hier mit einer großen Mehrheit zu tun hätten. Das Gegenteil ist der Fall: AfD und Pegida sind eine humorfreie, radikalisierte Minderheit, auf die man viel weniger Rücksicht nehmen sollte, weil die Mehrheit für ein offenes, buntes und tolerantes Deutschland steht.

Sollte uns die AfD noch länger beschäftigen könnte sich dieser Protest zu einer neuen Loveparade auswachsen. Ein Anfang ist gemacht! 

Die Organisatoren sprachen von 72000 Demonstranten, die Polizei von 25000. Die Wahrheit dürfte nach diesen Bildern zu urteilen irgendwo in der Mitte liegen. 

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