Amazon spendet Einahmen von Pegida Hymne für Flüchtlinge

Auf den Spuren der Aktion "Hass Hilft"

Knaller zu Silvester: Amazon spendet seinen Anteil aus den Einnahmen der so genannten Pegida Hymne "Gemeinsam sind wir stark" für einen guten Zweck: Und zwar an eine Organisation zur Unterstützung von Flüchtlingen. Und macht so was Sinnvolles aus all dem sinnlosen Hass.

Mit jedem Download über seinen Shop verdient Amazon Geld, doch das Geld von fremdenfeindlichen Aktionen möchte Amazon dann lieber für den guten Zweck spenden als zu behalten.

Vorbild von Amazon ist offenbar die Aktion "Hass hilft", die für jeden Hass-Post auf Facebook 1 Euro für den guten Zweck spendet und so in diesem Jahr schon eine hübsche Summe eingespielt hat. Ob so viel Geld mit dem Download der "Original-Hymne" der rechten Hetzer gemacht wird? Wohl kaum.

Heute kommt mit ein paar Hundert Downloads jeder Hanswurst in die Charts (sorry Jan Böhmermann). Und Amazon würde mehr Gutes tun, wenn das US-Unternehmen hier Steuern zahlen würde (von denen neben Einheimischen auch Flüchtlinge profitieren) und seine Logisitk-Mitarbeiter anständig bezahlen würde.

Das Liedchen selbst klingt wie eine sehr abgestandene Version des sehr abgestandenen Vangelis-Klassikers "Conquest of Paradise", zu dessen Klängen der ehemalige Boxer Henry Maske seine Gegner zu vermöbeln pflegte, damals, nach dem Mauerfall.

Der Text der Hymne: Mmmmmmhmmmmmmmmhh. Da können sogar die Doofsten mitsingen. Wir raten ab.

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