Apple will mit U2 neues Musikformat auf den Markt bringen

Bono will das Musikbusiness retten

Bei der Zusammenarbeit von Apple mit U2 geht es offenbar nicht nur darum, ein Album kostenlos unters Volk zu bringen. Bono sagte dem TIME-Magazine, dass die Band mit Apple an einem neuen Musikformat arbeite, das (mal wieder) die Musikwelt revolutionieren soll. 

TIME war bei der Präsentation des neuen U2-Albums in Cupertino dabei und begleitete die Band auch vor und nach der Show. Offenbar waren Bono und Co. sehr glücklich über das Feedback auf ihre umstrittene Aktion, ihr neues Album über iTunes zu verschenken. Schließlich seien auf diese Weise viele alte Alben von U2 plötzlich wieder in den Charts gelandet. 

Es gehe ja auch gar nicht darum, dass Musik generell kostenlos sein soll, ganz im Gegenteil, sagte Bono im Interview. Man müsse aber neue Wege suchen, wie die Leute wieder Musik kaufen. Deshalb arbeite man derzeit an einem neuen Musikformat mit Apple.

Video: U2 über die Apple Kooperation für ihr neues Album 

Schon lange beschweren sich viele Musiker über die schlechte Qualität digitaler Musikfiles. Vinyl erfährt ein Revival, weil es nach Meinung vieler einfach besser und wärmer klingt. Und Neil Young ist seit einiger Zeit mit seinem Start-Up Pono unterwegs, um einen hochauflösenden Musikplayer unter die Leute zu bringen, der es ermöglichen soll, Musik in Studioqualität zu hören, selbst wenn Experten das für maximalen Humbug halten.

Auch Apple arbeitet nun offenbar an einem neuen Musikformat. Das Streaming-Geschäft scheint Apple völlig überrumpelt zu haben, ist wohl aber auch nicht sonderlich lukrativ für den Hardware-Giganten. Ein neues Musikformat muss also her, das Musik als Produkt wieder so attraktiv machen kann, dass die Fans sogar freiwillig für Alben und einzelne Tracks bezahlen.

“Songwriters aren’t touring people, Cole Porter wouldn’t have sold T-shirts. Cole Porter wasn’t coming to a stadium near you.” (Bono)

Es gehe dabei keineswegs nur um U2, wie Bono betont, sondern vor allem um die weniger bekannten Künstler, die heute kaum noch von ihrer Musik leben könnten. Vor allem Songwriter seien davon betroffen, die ihren Lebensunterhalt nicht mit Live-Auftritten finanzieren können. Über Details ist bislang natürlich noch nichts bekannt, aber wer die Geheimniskrämer in Cupertino kennt, weiß, dass die Gerüchteküche gerne eine Weile brodeln darf.

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