Arte Dokumentation: Die vielen Leben des Sammy Davis Jr.

Ein intensives Portrait des Entertainers

Sammy Davis Jr. zählt zu den größten Entertainern des 20. Jahrhunderts. Die Arte Dokumentation "Die vielen Leben des Sammy Davis Jr." gibt einen umfangreichen Einblick in das Leben des talentierten Unterhaltungskünstlers.

Sammy Davis Jr. war nicht nur Musiker, sondern auch noch Tänzer, Sänger und Schauspieler. Mit seinem eigenwilligen Stil begeisterte er im 20. Jahrhundert ein Millionenpublikum. Obwohl er es als dunkelhäutige Person im Showbusiness nie leicht hatte, versuchte er immer er selbst zu bleiben und kämpfte mit seinem Talent gegen Rassismus und Antisemitismus an.

Sammy Davis Jr. wurde in den 20er Jahren in New York geboren. Schon mit drei Jahren stand er das erste Mal auf einer Bühne und mit sieben Jahren erhielt er eine erste Rolle in einem Fernsehfilm. Seine Eltern förderten den jungen Sammy schon früh, vor allem im Stepptanz und im Singen. Mutter und Vater trennten sich und er wuchs bei seinem Vater auf, der sich selbst das Geld als Unterhaltungskünstler verdiente. Sammy wurde schnell zu seinem Partner, der gemeinsam mit ihm Auftritte bestritt.

Im Jahr 1941 lernte er den berühmten Sänger Frank Sinatra kennen, der ihn auf seinem Karriereweg begleitete und immer an seiner Seite stand. Er half Sammy dabei, in Las Vegas aufzutreten, wo eigentlich nur weiße Künstler geduldet waren. Durch seine Alleinstellung in der damals von weißen Entertainern beherrschten Welt schaffte er es schnell, sich einen Namen im Showbusiness zu machen. Seine Karriere gilt bis heute als legendär.

Das Multitalent beherrschte neben dem Tanzen und Singen noch zahlreiche Instrumente und konnte Stimmen so gut imitieren, dass man sie nicht von der originalen Stimme unterscheiden konnte. 1943 entschied er sich zur Army zu gehen, blieb dort jedoch nicht allzu lange, da der vorherrschende Rassismus zu groß war. Im Anschluss arbeitete er wieder im Showbusiness und veröffentlichte in den 50er Jahren sein erstes eigenes Album. Zur selben Zeit verlor er bei einem Autounfall ein Auge. Ein schwerer Rückschlag, aus dem sein Freund Frank Sinatra dem talentierten Musiker schnell wieder heraushalf.

Sammy ging wieder auf die Bühne zurück, konvertierte plötzlich zum Judentum und spaltete durch mehrere politischen Aktionen seine Anhänger. Täglich hatte er mit Rassismus im Showbusiness zu kämpfen, ließ sich davon jedoch nicht unterkriegen. Als sich die Branche jedoch mit dem Lauf der Zeit veränderte, wollte er dies nicht wahrhaben und versuchte weiterhin an seiner Rolle festzuhalten, wobei er Peinlichkeiten in Kauf nahm.

Bis zu seinem tragischen Tod im Jahr 1990 - er starb an Kehlkopfkrebs, der ihn seine Stimme kostete - versuchte er Entertainer zu bleiben. Selbst, als seine Stimme durch die Strahlentherapie bereits zerstört war, trat er noch als Tänzer auf.

"Die vielen Leben des Sammy Davis Jr." lässt Freunde und Wegbegleiter des vielseitigen Musikers zu Wort kommen. Darunter Jerry Lewis, Kim Novak, und Whoopi Goldberg. Umfangreiches Archivmaterial und persönliche Fotografien zeichnen ein intensives Portrait von Sammy Davis Jr., der in seinem Leben viele Rollen spielte, aber sich selbst immer treu geblieben ist.

Hier könnt ihr "Die vielen Leben des Sammy Davis Jr." direkt streamen.

Online verfügbar vom 25.03.2020 bis 29.09.2021.

Regie: Sam Pollard
Land: USA
Jahr: 2017
Herkunft: ZDF

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