Ausspioniert: Dendemann

Fünfmal nachgefragt bei der markantesten Stimme des deutschen HipHop

Tonspion-Redakteur Jan Schimmang stellt auf Tonspion regelmäßig verschiedenen Künstlern immer die gleichen fünf Fragen – und erhält jedes Mal andere Antworten. Diesmal mit Dendemann, der sich Jahre nach seinem Projekt Eins Zwo endlich zu einem Solo-Album bequemt hat.

[Was läuft gerade in deinem MP3-Player?]

Einen MP3-Player sollte ich mir unbedingt mal zulegen. Ich habe noch nicht mal einen Computer, der MP3 machen kann. Aber auf dem Plattenspieler höre ich noch immer Jamie Lidell, der wird einfach nicht schlechter.

[Dein Album in drei Sätzen?]

Es ist jung. Außerdem kommt es ziemlich dynamisch daher. Und wird ungemein erfolgreich.

[Wie würdest du die Musikbranche verändern?]

Ich würde die Chart-Relevanz im Zusammenhang mit dem Musikfernsehen in Frage stellen. Ich war zuletzt noch zu Zeiten aktiv, als es wirklich wichtig für den Plattenverkauf war, ein ordentliches Video zu drehen, um auf eine bestimmte Rotation in einem Musiksender zu erreichen. Das setzten die letztendlich auch als Druckmittel ein, was auch die Video-Budgets in die Höhe getrieben hat. Die Sender haben 90 Prozent ihres Sendematerials kostenlos zu Verfügung gestellt bekommen. Heute frage ich mich allerdings: wo laufen im Musikfernsehen eigentlich noch Musikvideos?

[Welche Frage würdest du endlich gerne mal gestellt bekommen?]

Warum hast du eigentlich nicht viel früher alleine Musik gemacht?

[Wie würde deine Antwort auf eben diese Frage lauten?]

Bin halt im Grunde ein Herdentier.

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Das Album ?Die Pfütze des Eisbergs? erscheint Anfang September auf Yo Mama. Auf Dendemanns Homepage kann sich daraus vorab der Track ?ErSoIchSo? kostenlos herunter geladen werden. (js)

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