Ausspioniert: Primal Scream

Bobby Gillespie über ihr neues Album "Beautiful Future"

Die älteren Herrschaften dominieren noch immer die britische Musikszene. Paul Weller, The Verve, bald auch wieder Oasis. Und auch Bobby Gillespie und seine Kollegen: Primal Scream ist nach so viel Jahren noch mal ein erstaunlich gutes Album gelungen. Und was meint der Sänger selbst dazu?

Über den Entsehungsprozess des Albums:

Bobby Gillespie: "Ich weiß nicht wie es bei anderen Bands ist. Aber wir sprechen kaum miteinander. Das brauchen wir nicht. Wie die Songs bei uns entstehen, ist fast schon magisch, sie passieren einfach."

Zum Produzenten Bjorn Yttling:

"Wir haben ihn von Anfang an gemocht. Wir haben sehr viel gemeinsam gehabt, die gleichen Künstler und so gemocht. Er arbeitet sehr minimalistisch. Normalerweise lassen Produzenten viel einspielen. Bei ihm ist das nicht so, er arrangiert sehr präzise."

Zur Arbeit im Studio von ABBA:

"Das war die Wahl unseres Produzenten Bjorn. In der Tat hat das Studio einen großartigen Klang und der Sound-Ingenieur arbeitet dort seit 1972 und lebt in einer Wohnung oben drüber. Am Ende hätten wir gerne noch ein paar Songs mehr gehabt, um länger dort zu bleiben."

Über das Feauture mit LovefoXXX (CSS):

"Ich mag die Musik ihrer Band. Eines Tages, ich war etwas betrunken, ging ich backstage zu ihr und habe sie gefragt, ob sie auf unserer neuen Platte singen möchte. Wir haben ihr dann den Song ´I Love To Hurt´ mit den Lyrics geschickt. Sie hat auch ein paar Zeilen dazu geschrieben und ihren Part eingesungen. Das hat alles wunderbar geklappt."

Über den Albumtitel:

"Wenn du einen Maler über die Aussage seines Bildes befragst, wird er dir auch ungern antworten. Ebenso verhält es sich mit einem Autoren und seinem Buch. Ich übertrage das auch auf den Rock´n´Roll: die Leute sollen hinhören, ohne dass ich ihnen eine Interpretation vorab liefere."

Das Album "Beautiful Future" ist kürzlich erschienen.
 
Jan Schimmang / tonspion.de

Primal Scream - Can´t Go Back (Video zur aktuellen Single)

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