Barack Obamas Sommer-Playlist auf Spotify

Kampf der Streamingdienste erreicht Das Weiße Haus

Das Weiße Haus hat beim Streamingdienst Spotify mehrere Playlisten mit privaten Lieblingen der Obamas hochgeladen. Unumstritten ist der stilsichere Geschmack, dennoch wird vereinzelt Kritik aus dem eigenen Land laut.

Barack Obama macht nicht nur beim morgendlichen Trällern unter der Präsidentschaftsdusche musikalisch eine gute Figur. Gar nicht so selten ölt er bei öffentlichen Auftritten auf Reden oder Feierlichkeit die Stimmbänder und schmettert uns was um die Ohren. Wie hier zusammen mit den Rolling Stones:

"Sweet Home Chicago"

Die Medienabteilung des Weißen Hauses hat vor einigen Tagen einen Account beim schwedischen Streamingsdienst Spotify erstellt und zwei Playlisten hochgeladen, die laut eigener Aussage handverlesen vom US-Präsidenten erstellt worden sind. Unter "The President's Summer Playlist" finden sich dort 39 Songs, aufgeteilt in eine "Day" und eine "Night" Playlist.

Und was soll man sagen: Barack Obama hat Geschmack. Neben alt eingesessenen Größen wie The Rolling Stones, Bob Marley oder Aretha Franklin sind auch Acts dabei, die auch wir von Tonspion sehr feiern. Allen voran natürlich Florence + The Machine und Lianne La Havas.

Tonspion Album der Woche: Lianne La Havas - Blood

Derweil wird Kritik gegenüber der Tatsache laut, dass sich der Präsident und sein Beraterstab dazu entschlossen haben, die Playlisten beim schwedischen Marktführer hochzuladen und nicht bei der amerikanischen Konkurrenz Apple Music. Mit 75 Millionen Nutzern ist die Reichweite bei Spotify um ein vielfaches höher als bei Apple Music, wo die Nutzerzahlen laut USA Today mit etwa elf Millionen Nutzern beziffert werden. Das kann ein Grund gewesen sein. Aber warum nicht einfach beide Portale bestücken?! Viele in den USA kritisieren das Vorgehen als unpatriotisch.

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Obama und dem Weißen Haus aber fehlenden Patriotismus vorzuwerfen ist aus der Luft gegriffen, wirft man mal einen Blick auf die Künstler in den Playlisten. Von den 39 Songs kommen 33, also 85 Prozent aus den USA. Die Ausnahmen: Lianne La Havas, Coldplay, Florence + The Machine, La Sonora Carruseles, Bob Marley und The Rolling Stones.

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