Beastie Boys verklagt, weil sie Musik nicht für Werbung freigeben

Spielzeugfirma klagt auf "Fair Use"

Dass die Beastie Boys ihre Musik aus Prinzip nicht für Werbung frei geben, ist allgemein bekannt. Trotzdem hatte die Spielzeugfirma GoldieBlox für einen Spot den Song "Girls" verwendet. Jetzt klagt die Firma auf Freigabe des Tracks.

Es ist manchmal schon nicht ganz so einfach mit dem Urheberrecht. Auch nicht für die Rechtsabteilung großer Konzerne. Die Firma GoldieBlox hat einen tollen Werbespot für einen Technikbaukasten kreiert, der dafür plädiert, Mädchen nicht immer nur Puppen und Prinzessinnenkleider zu schenken, sondern ihnen mehr zuzutrauen. "Don't underestimate Girls", heißt es passend dazu im leicht abgewandelten Beastie-Boys-Song, den ein paar Kids für den Werbeclip neu eingesungen haben.

Nachdem die Beastie Boys ihre Zustimmung aus bekanntem Grund verweigerten, fordert die Freigabe des Songs und beruft sich dabei auf eine Regelung, die im amerikanischen Recht Parodien von Songs generell erlaubt.

Die Beastie Boys äußern sich jetzt in einem offenen Brief zur Sache:

"Wie viele Millionen Menschen, die ihre Spielzeugwerbung schon gesehen haben, waren auch wir beeindruckt von der Kreativität und Botschaft hinter ihrer Werbung.

Wir unterstützen es ausdrücklich, jungen Mädchen die Kraft zu geben, aus geschlechtsspezifischen Stereotypen auszubrechen und in ihnen eine Leidenschaft für Technik zu wecken.

So kreativ der Spot auch ist, ist er dennoch Werbung, die dazu gemacht ist, ein Produkt zu verkaufen und vor langer Zeit haben wir eine ganz bewusste Entscheidung getroffen, unsere Musik nicht für Werbung freizugeben.

Als wir sie einfach fragten, warum sie unseren Song "Girls" für ihre Werbung verwenden, ohne unser Einverständnis, haben SIE UNS verklagt."

Bisher hat sich GoldieBlox nicht geäußert.

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