Blur: Damon Albarn kritisiert "Selfie Generation"

Blur-Frontmann fordert mehr politische Haltung in der Musik

Es ist nichts Neues, dass die Alten sich über die Musik der Jungen beschweren - und umgekehrt. So war das schon immer und muss so sein - und und häufig war dieser Konflikt sehr fruchtbar für die Musik. Aber was Damon Albarn dem Nachwuchs zu sagen hat, kann man gar nicht oft genug wiederholen.

Damon Albarn (47) feiert mit seiner Band Blur und neuem Album ein großes Comeback. Wohl wissend, dass er mit seiner alten Band eher die Generation Ü35 erreichen wird,  forderte er in einem Interview mit der Sunday Times von jungen Bands mehr politische Haltung und nennt sie die "Selfie Generation".

Blur Berlin Festival 2013
Blur Berlin Festival 2013

Blur beim Berlin Festival 2013 (Foto: Uwe Schumacher/Tonspion)

"Schau dir die aktuelle Musikszene an. Hat sie etwas zu sagen? Junge Künstler singen von sich selbst, nicht von dem, was da draußen passiert. Es ist die Selfie Generation und sie erzählen nichts als Plattitüden", so der Blur-Frontmann, selbst Vater einer 25-jährigen Tochter. "Was sagen sie alle denn genau? Ich höre nichts anderes als: 'So fühle ich mich'. Was ein wichtiger Teil des Songwritings ist, aber wir stehen kurz vor einer Wahl und sie haben scheinbar gar nichts damit zu tun!" 

Angesprochen auf die Frage, wie die Wahl in England ausgehen solle sagte Albarn, dass er sich eine Koalition aus Grünen und Labour wünsche, die sich um eine Reduzierung des Atomprogramms und des Militärs kümmern sollten.

Das neue Album von Blur "The Magic Whip" erscheint am Freitag. Es ist das erste Studio-Album als Quartett seit 16 Jahren.

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