Bushido: "Sonny Black" womöglich bald nicht mehr auf dem Index

Laut Gericht zu Unrecht indiziert

Das umstrittene Bushido-Album "Sonny Black" ist laut dem Oberverwaltungsgericht in Münster zu Unrecht indiziert worden. Die BPjM habe bei ihrer Entscheidung nicht sorgfältig genug zwischen Kunstfreiheit und Jugendschutz abgewogen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Erfahrung mit der BPjM (Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien) hat Bushido schon reichlich gesammelt. Gleich mehrere Alben des Erfolgsrappers befinden sich bis heute auf dem Index. Nun könnte es eines davon wieder von der Liste schaffen.

Seit 30. April 2015 ist sein Album "Sonny Black" indiziert und damit nicht mehr frei verkäuflich, so ist zum Beispiel die Abgabe an Minderjährige verboten. Die Bundesprüfstelle begründete ihre Entscheidung damit, dass auf dem Release ein krimineller Lebensstil verherrlicht würde und einige Textpassage klar homosexuellen- und frauenfeindlich zu deuten seien. Das Oberlandesgericht in Münster urteilte jedoch nun, damals sei nicht sorgfältig genug zwischen Kunstfreiheit und Jugendschutz abgewogen worden - einige Beteiligte des Albums (u.a. Kollegah & Farid Bang) wurden nicht einmal angehört. "Sonny Black" stehe demnach zu Unrecht auf dem Index.

Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Erst dann dürfte das Album wieder frei verkäuflich sein.

Mitte 2015 wurde mit "Stress ohne Grund" schon einmal ein Bushido-Release nachträglich vom Index genommen. 

Video: Shindy feat. Bushido - "Stress ohne Grund"

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