Cardi B bricht mit "WAP (feat. Megan Thee Stallion) Chartsrekorde

Rapperin schreibt Geschichte in Charts und Politik

Cardi B stürmt mit "WAP (feat. Megan Thee Stallion)" die Charts und sorgt für einen medialen Aufschrei.

Die Rapperin stieg mit ihrem Song "WAP" mit Rap-Newcomerin Megan Thee Stallion vor ein paar Tagen auf die #1 der Billboard Hot 100 ein und bereits nach einer Woche ist die Single mit Gold ausgezeichnet worden.

Der Track sorgte in den Medien für Aufsehen und wurde kontrovers diskutiert. Bereits der Titel "WAP" - Abkürzung für "Wet Ass Pussy" lässt vermuten, dass der Song einen sexuellen Hintergrund hat. Im Song geht es um Frauen, die gerne und oft Sex haben. Im Text heißt es genauer, sie werden dabei so nass, dass sie einen Eimer und einen Wischmopp bräuchten. Das Video unterstreicht die sexuelle Komponente visuell.

Video: Cardi B - WAP (feat. Megan Thee Stallion)  

"Yeah, you fuckin' with some wet-ass pussy
Bring a bucket and a mop for this wet-ass pussy
Give me everything you got for this wet-ass pussy
Now from the top, make it drop, that's some wet-ass pussy
Now get a bucket and a mop, that's some wet-ass pussy
I'm talkin' wap, wap, wap, that's some wet-ass pussy
Macaroni in a pot, that's some wet-ass pussy, huh"

Cardi B - WAP feat. Megan Thee Stallion)

Von den Outfits der Darstellerinnen, über die Choreographien, bis hin zu den Requisiten, alles schreit nach einer selbstbewussten Ode an Sex. Dass das ganze von einer Frau kommt scheint insbesondere für Konservative ein Problem zu sein und so wurde der Song in den prüden USA zu einem Politikum.

"Als Christin finde ich, dass der Song 'WAP' von Cardi B und Megan Thee Stallion zutiefst beleidigend und abstoßend ist. Wir sollten uns nicht auf so eine Art und Weise selbst degradieren. Ich ermutige Eltern dazu, ihre Kinder solche Songs nicht hören zu lassen!" - Politikerin Irene Armendariz-Jackson

Doch hier geht es nicht um eine billige Zurschaustellung der Frauen. Hinter all den Outfits, Choreographien und Requisiten steckt eine Hommage an weibliche Rap-Ikonen der 90er-Jahre. Mit den Frisuren und Outfits wird an Künstlerinnen wie Lil' Kim oder auch Lisa "Lefteye" Lopez von TLC erinnert und wie weibliche Sexualität und die Offenheit für diese zelebriert.

Cardi B selbst hatte bereits überlegt die Lyrics zu verharmlosen, doch waren diese Entwürfe nicht zufriendenstellend und so beließ sie es bei der expliziten Ursprungsversion. Und natürlich liebt Cardi B die Provokation und hat darauf ihre Karriere aufgebaut.

"Dieser Song ist schmutzig. Er war auch schon immer schmutzig. Meine Strophe und die Hook waren schon geschrieben, bevor Megan als Feature dazukam. Es war also davor ein versauter Song. Aber niemand sagt verruchtere Dinge als Megan." - Cardi B

Der Song bricht Charts-Rekorde! 

Mit "WAP" schafft es Cardi B die meisten First-Week-Streams einer Künstlerin jemals einzuheimsen, was zugleich bedeutet, dass sie ebenfalls die meisten First-Week-Streams des (bisherigen) Jahres 2020 absahnt. Der Track ist somit eines der stärksten Streaming-Debüts aller Zeiten aus dem Hip Hop Genre.

Wer jetzt denkt, das wäre alles, der hat sich getäuscht: Cardi B toppt ihren eigenen Rekord als Rapperin mit den meisten #1-Singles und stockt diesen auf vier Songs auf. Erneut holt die Rapperin aus und legt noch einen drauf: Sie ist die erste Rapperin, die in zwei Jahrzehnten eine #1 in den Hot 100 platzieren konnte und die insgesamt dritte Rapperin, welche überhaupt als Lead Artist eine #1 in den Hot 100 vorweisen kann.

Auch die verschiedensten Musik-Streaming Dienste zollen der Künstlerin ihren Respekt. Bei Spotify landete der Track auf der #1 kürte die Rapperin damit zur ersten Rapperin, die bereits zwei #1-Songs in den globalen Spotify-Charts platzieren konnte. Apple Music berichtete, dass noch nie zuvor ein Song einer Künstlerin so schnell und hoch in die Charts einstieg wie "WAP".

Cardi B in der Politik: "I just want Trump out!"

Wenn Cardi B gerade nicht an ihren Punchlines schreibt, setzt sich die Rapperin für wichtige politische & gesellschaftliche Themen ein, wie zum Beispiel die Präsidentschaftswahl in den USA. In Kooperation mit der internationalen Frauenzeitschrift ELLE führte die Rapperin mit dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden ein Interview. Gemeinsam mit Biden diskutiert sie via Zoom über Polizeigewalt, Covid-19, freien Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung. 

Die Rapperin unterstützt bereits seit Jahren die Demokratische Partei, wie ihr Support für Bernie Sanders zeigt. Jetzt steht sie auf Bidens Seite. Warum? Sie will, dass Trump als Verlierer aus dem Rennen hervorgeht. Sie möchte einen Präsidenten, dem sie Vertrauen kann,  einen der die Bevölkerung nicht anlügt, sondern diese informiert und schützt.

"His mouth gets us in trouble so much. I don’t want to be lied to—we’re dealing with a pandemic right now, and I just want answers. I want to know when this will be over. I want to go back to my job. But I don’t want someone to lie to me and tell me that it’s okay not to wear a mask, that everything is going to be okay. I want a president to tell me what the steps are for us to get better, to tell me, "This is why it is taking so long, this is why other countries are doing better than ours." Tell me the truth, the hard-core truth."

Das gesamte Interview gibt es hier zum Nachlesen. 

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