CD-Brenner als Münzautomaten

In Australien trifft eine neue Geschäftsidee zur Zeit genau den Nerv vor allem der jüngeren "Kundschaft". Ein CD-Automat brennt per Münzeinwurf jede beliebige CD und kann sogar diverse Kopierschutzmechanismen knacken.

Die "Copy Cat" könnte das nächste große Ding werden, denn das Szenario, dass so ein Münzbrenner in einem Geschäft steht, das gleichzeitig ein CD-Verleih ist, ist dann nicht mehr allzu weit weg.

In Australien ist die Copy Cat bereits ein Renner. Für 4,20 Euro kann man sich dort einfach und rasend schnell CDs brennen lassen. Gerade mal 10 Minuten dauert der Vorgang. Das ist zwar praktisch, aber natürlich hochproblematisch. Denn dass die Musikindustrie über das öffentliche Kopieren nicht gerade erfreut ist, versteht sich von selbst. Doch rechtlich wird die Copy Cat in Australien derzeit einem Münzkopierer gleichgestellt. Das heißt, der Anbieter des Geräts haftet nicht für eine Verletzung des Urheberrechts, sondern ausschließlich der Benutzer.
Entsprechende Warnschilder sollen den Kunden darüber aufklären, doch den dürfte das kaum interessieren, wenn er die Möglichkeit erhält vergleichsweise billig an Musik zu kommen. Zu verlockend ist der unschlagbare Preisvorteil. Damit zieht das heimliche CD-Kopieren zuhause nun auch in den öffentlichen Raum ein und wird mehr und mehr zur ernsthaften Bedrohung der Musikindustrie, wenn solche Maschinen rechtlich wirklich auf Dauer im grünen Bereich bleiben sollten. Angesichts der Tatsache, dass wohl kaum eine CD nicht urheberrechtlich geschützt ist, das heißt potenziell jeder Nutzer das Urheberrecht verletzt, dürfte eine gesetzliche Neuregelung wohl schon sehr bald anstehen. (ur)
Quelle: heise.de

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