Comeback nach acht Jahren: JAW kündigt Album an

Und auch sonst viel Rummel um den Künstler

Für viele Fans gilt JAW als der unterschätzteste Rapper in Deutschland, sein Album "Täter-Opfer-Ausgleich" gilt szeneintern als absoluter Klassiker. Auf Facebook kündigt der Rapper nun einen Nachfolger an, lässt dort aber auch fragwürdige politische Statements vom Stapel.

"Nach einer kurzen, ca 8-jährigen Pause habe ich mich entschlossen, ein Album zu veröffentlichen", so salopp löste JAW heute Morgen den Countdown auf, der vor Kurzem auf seiner Website geschaltet wurde und einige Herzen höher schlagen ließ. Nun ist die Katze aus dem Sack: am 27. April 2018 erscheint "Die unerträgliche Dreistigkeit des Seins", Jottas drittes Solo-Album. Entstanden ist das Werk über mehrere Jahre hinweg und laut eigener Aussage wie "schmackhafter Wein gereift". In Zeiten von Fabrikreleases á la BangerMusik ist das durchaus ein verheißungsvolles Versprechen. Viel mehr Informationen lässt JAW bislang noch nicht ans Licht; außer, dass das Album von ihm und Maffya produziert worden ist und 14 Tracks stark sein wird.

Nachdem ich immer wieder das Bedürfnis verspürte, alles mit einer schwunghaften Handbewegung wegzuschmeißen kam mein alter Freund Maffya auf die Idee, das Ganze noch einmal produktionstechnisch neu anzugehen, was die beste Idee überhaupt war. Entstanden ist letztlich ein Werk, was in seinem Sound eine völlig neue Form präsentiert, zugleich aber den JAW in seiner Urform stark erkennen lässt und die logische Weiterentwicklung von TOA ist.

- JAW auf Facebook

Überschattet wird das Ganze etwas von der Diskussion über einige unglückliche Kommentare JAWs vor wenigen Tagen. Auf Facebook fragte der Rapper, was daran so schlimm sei, wenn sich jemand politisch rechts einordne und Verschwörungstheorien unterstütze sowie dass ihm die Leichtgläubigkeit der Leute Sorgen mache. Mittlerweile sind die Posts gelöscht und relativiert, ein aufklärendes Interview mit rap.de wird in den nächsten Tagen folgen. Schade, dass die Vorfreude so kurzerhand etwas getrübt wurde. Andererseits ein Paradebeispiel für die Wichtigkeit von investigativem HipHop-Journalismus.

Seht Euch hier noch einmal einen Meilenstein aus JAWs Diskographie an:

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