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Danish Power: Drei Highlights vom Eurosonic Noorderslag Festival

Wir waren auf dem Newcomer- und Showcasefestival Eurosonic Noorderslag in Groningen unterwegs und haben euch ein bisschen Zucker für die Ohren mitgebracht.

Eines ist unbestritten: Dänemark versucht sich auf Biegen und Brechen eine neue MØ heran zu erziehen. Anders ist die Fülle an Elektropop-Acts, die genau in die gleiche Kerbe schlagen, wohl nicht zu erklären. Dabei gibt es, wie bei allem im Leben, helle und dunkle, gute und nicht so gute Fallbeispiele.

Als Fokusland des diesjährigen Eurosonics durfte sich Dänemark vom 17. - 20. Januar 2018 der europäischen Musiklandschaft - der Presse, Bookern, Promotern, Labels - vorstellen. Unsere drei Highlights wollen wir euch an dieser Stelle wärmstens ans verwöhnte Musikherz legen.

Alle Macht den Frauen

SOLEIMA

Die Konkurrenz war groß: Vor allem weibliche Acts stachen besonders heraus. Und über allen thront Soleima. Als Teil eines dänischen Hip-Hop-Kollektives angefangen, ist Sie mittlerweile auf Solopfaden unterwegs. Mit schnellen Schritten geht es Richtung Act, den ein jeder, der von sich behauptet sich mit neuen Acts auszukennen, ein Begriff sein muss.

Ohne irgendwelche Erwartungen, hat uns die junge Dame live weg geblasen. Eine unfassbare Aura, starke Attitüde und clevere Popsongs, die sich auch nicht davor scheuen in Richtung Mainstream zu schielen.

Freudige Rückkehr

PHLAKE

Warum diese Truppe bei einem Newcomerfestival auftritt, die Frage darf man angesichts ihrer zwei bereits veröffentlichten Alben und über 80 Millionen Spotify-Streams durchaus mal stellen. Sei's drum: Ihr popinfizierter R'n'B greift die seit zwei Jahren umherwabernden Revivalwelle des einstigen Krösus-Genres auf und versieht sie mit ordentlich Hang zum emotionsgeladenem Tamtam.

Zwischen Rave und Heulkrampf

ELLIS MAY

Sophia May, die auf der Bühne ihren Vornamen ratzfatz austauscht, vereint zwei Elemente, die auf den ersten Blick nicht wirklich zueinander passen wollen. In bester "Samstagmorgens-halb-fünf-im-Tresor-Manier" knallt die Dame links neben Ellis May harte Technobeats auf die mit seichtem Blau belichtete Bühne. Der bärtige Mann rechts neben ihr zupft und streichelt die E-Gitarre so behutsam und auswabernd, wie es wahrscheinlich nur die Emotionsgaranten von Daughter vollbringen.

Und sie selbst singt dazu mit einer einzigartigen Stimmfarbe auf dieses Geflecht aus Soundschichten. Man sitzt im Publikum und fragt sich: "Geh ich jetzt gleich auf den nächsten Rave oder doch Nachhause ins Hotel, um ins Kissen zu heulen?" Starke Frau, starke Musik, uneingeschränkt empfehlenswert.

Mehr Acts vom diesjährigen Eurosonic Noorderslag Festival

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