Death Cab For Cutie: "Tidal ist ein Reinfall"

"Ein Haufen Millionäre, die sich darüber beklagen nicht anständig bezahlt zu werden"

Viele Musiker haben sich bereits eher kritisch über die neue Streamingplattform von Jay-Z geäußert. Dem schließt sich jetzt auch Ben Gibbard von Death Cab For Cutie an. "Sie haben's komplett versaut", so Gibbard. 

Vor zwei Wochen hatte Jay-Z zusammen mit 16 weiteren Stars der Musikbranche von Madonna über Daft Punk bis Kanye West den Streamingservice Tidal vorgestellt. Und damit ein falsches Signal gesetzt, wie Ben Gibbard findet: "Da wurde eine wunderbare Gelegenheit verpasst, aufzuzeigen, was so ein Service bedeuten könnte, der Künstlern dabei hilft ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und mit einem Aufruf zu starten, diese Künstler zu unterstützen und dafür einfach ein kleines bisschen mehr zu zahlen", so Gibbard gegenüber The Daily Beast. 

"Jay-Z hätte zehn Indiekünlstler auf die Bühne holen können und darstellen, wie diese sich künftig über Tidal besser finanzieren können als über andere Streamingdienste. Stattdessen haben sie es versaut und holen einen Haufen Millionäre auf die Bühne, die sich darüber beschweren, nicht fair bezahlt zu werden. Genau deshalb wird Tidal scheitern".

Zuvor hatten bereits viele andere Künstler wie Mumford & Sons oder Lily Allen Tidal offen kritisiert. MIt exklusiven Releases von Superstars auf einer kostenpflichten Plattform treibe man die User förmlich wieder zurück in die Illegalität. 

Kürzlich wurde bekannt, dass Apple für den Launch seines Streamingdienstes Beats Music offenbar exklusives Material von Taylor Swift und Florence + The Machine veröffentlichen will. Wenn dann auch noch Beats-Gründer Dr. Dre und sein alter Kumpel Eminem an Bord kommen und Spotify sich ebenfalls ein paar große Namen exklusiv sichert, ist der Krieg der Streamingdienste um die etablierten Stars auf dem Rücken der Musikfans - und unzähligen Musikern weltweit - offiziell eröffnet. Und dann lohnt es sich eventuell doch wieder, in den Plattenladen zu gehen und sich Alben einfach zu kaufen.

#FuckTidal: Warum der Streamingservice von Jay-Z um Jahre zurück wirft

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