Der "unpolitische" Eurovision Song Contest

ARD-Medienmagazin Zapp schaut hinter die Kulissen des ESC in Aserbaidschan

Der Eurovision Song Contest wird, nach dem Sieg des aserbaidschanischen Duos Ell & Nikki im letzten Jahr, erstmals in undemokratisch regierten Land ausgetragen. Menschenrechtsgruppen möchten nun auf die Missstände in ihrem Land aufmerksam machen.

Das ARD-Medienmagazin Zapp blickt in einem Beitrag hinter die Kulissen des Eurovision Song Contest 2012, der nach dem Wunsch der Veranstalter unpolitisch bleiben soll und damit einem Propaganda-Spektakel des amtierenden Staatspräsidenten freie Bahn macht.

Mit seiner angeblichen Stimmenmehrheit von 80% wird dem Präsidenten massive Wahlfälschung und die systematische Unterdrückung von freien Medien und Oppositionellen vorgeworfen. Zahlreiche Menschen verloren durch "Säuberungsaktionen" in Baku im Vorfeld des ESC ihre Wohnungen. Doch im Land formieren sich vor dem TV-Spektakel, bei dem über 100 Millionen Menschen ihre Augen für wenige Stunden auf das kleine Aserbaidschan richten werden, nun auch Menschenrechtler, die im Umfeld des ESC auf die Missstände in ihrem Land hinweisen möchten.

Über die Vorgänge und Aktionen im Land vor dem Eurovision Song Contest am 26. Mai 2012 berichtet "Sing For Democracy" auf ihrer Website und auf Facebook

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