Die 10 besten Alben der Monate Juli & August 2020

Die besten Musik Neuerscheinungen im Überblick

Jeden Monat bewertet Tonspion die wichtigsten Musik-Neuerscheinungen von 6 (herausragend) bis 1 (schlimm). Hier kommen Juli & August 2020.

Im Sommerloch fassen wir zwei Monate zusammen, deshalb hier unsere Alben der Monate Juli und August 2020, die mit starken Frauen auf den ersten fünf (!) Plätzen in unterschiedlichsten Genres erleuchten:

ALBUM DES MONATS:

1. Jessie Ware - What's Your Pleasure? Ø 4.8

In einer eher düsteren Zeit veröffentlicht Jessie Ware ein Album voller funkelnder Disco-Perlen. "What's Your Pleasure?" ist eine berechtigte Frage und ihr Album gibt die passende Antwort. Auf zwölf Tracks leistet sie sich keinen Ausrutscher, jeder Song ist ein Treffer und wenn man am Ende angekommen ist, gibt es nur noch eins zu tun: den Play-On-Repeat Knopf zu drücken!

2. AA Williams - Forever Blue Ø 4.1

Die Britin A.A. Williams veröffentlicht ein Debüt-Album voller dunkler Gothic-Gospel-Song: Alle Tracks auf diesem erstaunlichen Erstling sind eine düstere Mischung aus Neoklassik, Darkwave, Folk und Post-Rock. Bereits der Opener "All I Asked For (Was To End It All)" ist eine elegische Ballade, die wie ein Schatten auf der aktuellen Corona-Krise liegt und ein Klagelied für die ganze Welt ist.

3. SoKo - Feel Feelings Ø 4.1

Nach fünf Jahren Pause, erscheint 2020 der Drittling "Feel Feelings" von SoKo, auf dem sie selbsttherapeutisch Gefühle zu ergründen versucht. Vorbote zum Werk ist ein psychedelischer Kurzfilm zum Song "Are You A Magician?" unter der Regie von der US-Filmemacherin Gia Coppola ("Palo Alto"), die Enkelin von Francis Ford Coppola und Nichte von Sofia Coppola.

4. Jessy Lanza - All The Time Ø 4.0

Cubhymnen für einsame Corona-Nächte: Die kanadische Sängerin verknüpft in ihrem Disco-Pop R&B und Dubstep und klingt auf "All The Time" wie eine charmante Mischung aus Janet Jackson und Caribou

5. Polly Scattergood - In This Moment  Ø 4.1

Zarter Indiepop aus der Feder von Jim Sclavunos von Nick Cave And The Bad Seeds und gesungen von der zauberhaften britischen Künstlerin Polly Scattergood: "Clouds" ist ein luftiger verträumter Song, der ausgerechnet in einem fensterlosen Proberaum in Camden, London entstanden ist. Das neue Album der Sängerin dürfte Fans von Anna Calvi, Bat For Lashes oder Kate Nash sehr gefallen.

6. Jarv Is... - Beyond The Pale  Ø 4.0

Jarvis Cocker, charismatischer Sänger der Britpop-Legende Pulp, hat ein neues Projekt, auf dem er seiner Liebe für House und Elektro frönt: Dass hier jemand singt und glitzert, der auf die 60 zugeht, ist in keinem Ton zu hören.

7. Fontaines D.C. - A Hero's Death Ø 4.0

Die irischen Post-Punker zeigen sich auf ihrem zweiten Album "A Hero's Death" ruhiger und düsterer: Die breiten noisigen Klangflächen zeigen die Einflüsse wie Suicide oder Beach House. Die nachdenklichen Lyrics samt Gesang lassen an Leonard Cohen denken.

8. Taylor Swift - Folklore Ø 3,8

Superstar Taylor Swift erkennt die Gunst der Pandemie und veröffentlich ein Isolationsalbum, das den künstlerischen "Stream Of Consciousness" mit dem geschäftstüchtigen "Streams Of Spotify" verbinden möchte.

9. Glass Animals - Dreamland Ø 3,6

Glass Animals flüchten in ein Traumland, in dem psychedelischer Artpop und R&B sowie Urban-Pop die Realität überstrahlen.

10. Son Lux - Tomorrows I Ø 3,6

Ein Jahr, drei Alben: Mit dem traumhaften "Tomorrows I" legen Son Lux den Anfang einer Trilogie hin. Das New Yorker Post-Rock-Electronica Projekt entfaltet über ein Jahr hinweg seine musikalische Visionen für ein brüchiges Morgen: Teil 1 der Trilogie, die im Sommer 2021 abgeschlossen sein soll, ist dann auch ein zitternd zarter Traum aus fragilen elektronischen Konstruktionen, um die die Vocals und Beats düster wabern

Jury: Aza Clave, Nicole Ankelmann, Kerstin Kratochwill, Udo Raaf, Sebastian Cleemann, Christoph Prenner, Christoph Braun, Satoru Teshima

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