Die 10 besten Alben des Monats Februar 2020

Die besten Musik Neuerscheinungen im Überblick

Jeden Monat bewertet die Tonspion Redaktion die wichtigsten Musik-Neuerscheinungen mit Punkten von 6 (herausragend) bis 1 (schlimm). Hier unsere Charts für die neuen Alben im Februar 2020.

Genremäßig ist der Februar so bunt wie selten und der erste Platz gehört einem rein instrumentalen Album...

ALBUM DES MONATS:

1.Tycho - Simulcast Ø 4.25

Die Ambient-Band Tycho hat mit dem Doppelalbum "Simulcast" instrumentale Versionen des Vorläufer-Albums "Weather" herausgebracht, die von zeitloser schwebender Schönheit sind. Live kann man dazu im Februar ebenso bei ein paar Deutschlanddates dazu wegschmelzen.

2. Real Estate – The Main Thing Ø 4.2

Auf ihrem fünften Album widmet sich die Indierock-Band Real Estate aus New Jersey nicht weniger als dem Wichtigsten: Der eigenen Existenz und der komplexen Außenwelt. Doch so verkopft wie die Lyrics klingt der Sound dazu nicht, denn hier trifft eingängiger Indiepop auf schwerelosen Dreampop.

3. Die Sterne – Die Sterne Ø 4.16

Album Nr. 12 heißt einfach "Die Sterne": Selbstreferenz, Selbstbewusstsein und Statement zugleich, funkeln nunmehr mehr als Kollaboration. In diesem Sinn ist Frank Spilker tatsächlich das beste Sterne-Album ohne die Sterne gelungen.

4. Poolside – Low Season Ø 4.00

Seventies, Sommer und Strand: All diese Gefühle evoziert "Low Season" von Poolside. Der Bandname ist demnach Programm: Bitte hört diese Musik neben einem Pool – und ganz relaxed.

5. Tame Impala – The Slow Rush Ø 4.00

Tame Impala richten sich noch mehr im Pop-Zimmer ein und lassen Lava-Lampen und Deko-Diskokugel leuchten. Doch – Vorsicht vor allzu viel Gemütlichkeit.

6. Messer – No Future Days Ø 4.00

Im neuen Jahrzehnt befassen sich Messer mit dem zweischneidigen Thema Zukunft und Vergangenheit: Die musikalischen Mittel sind dabei Prä-Artpop und Post-Punk.

7. Caribou - Suddenly Ø 4.00

Dan Snaith alias Caribou stopft hunderte von kleinen Ideen und Inspirationen in sein neues Album, doch der studierte Mathematiker verrechnet sich dabei etwas in Sachen Schlüssigkeit und der unstudierte Hörer neigt zur Unkonzentriertheit.

8. King Krule – Man Alive! Ø 3,87

Archy Marshall, wie der Brite bürgerlich heißt, verschmilzt auf "Man Alive!" melancholischen Jazz mit drängenden Hip-Hop oder Postpunk.

9. Grimes - Miss Anthropocene Ø 3,87

Claire Boucher, besser bekannt als Grimes, inszeniert sich auf ihrem fünften Album als Göttin des Klimawandels und "Miss Anthropocene" singt uns darauf hyperpostmoderne und horrorhaft schaurig-schöne Songs über unser Zeitalter vor.

10. Asgeir – Bury The Moon  Ø 3,33

Mit seinem dritten Album "Bury The Moon" entführt uns der Isländer Ásgeir einmal mehr in die emotionalen Weiten seines Heimatlandes. Aber er nimmt uns auch mit auf seinen bislang persönlichsten Trip. 

Jury: Nicole Ankelmann, Kerstin Kratochwill, Udo Raaf, Sebastian Cleemann, Christoph Prenner, Christoph Braun, Marinus Seeleitner, Miriam Wallbaum

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