Die 10 besten Alben des Monats Januar 2019

Die besten Musik Neuerscheinungen im Überblick

Jeden Monat bewertet die Tonspion Redaktion die wichtigsten Musik-Neuerscheinungen mit Punkten von 6 (herausragend) bis 1 (schlimm). Hier unsere Charts für die neuen Alben im Januar 2019.

Neues Jahr, neue Musik: Der Januar 2019 startet mit einer überragenden Nummer 1, die gleich das Zeug zum Album des Jahres hat. Und auch ansonsten zeigt sich der Start ziemlich musikalisch vielfältig. So kann’s weitergehen!

1. Dendemann – Da nich’ für

Bei Dendemann hört man seit jeher auf jedes Wort - daran haben die letzten acht Jahre Pause auch nichts geändert. Das liegt bei "Da nicht für!" aber nicht mehr nur an den Wortspielen, Metaphern und Reimstrukturen, sondern an der Ehrlichkeit, Direktheit und Haltung des Albums. Dendemann hat nicht nur weiterhin einen festen Platz im Rap, sondern hätte wohl einen Thron verdient.

2. Sharon Van Etten – Remind Me Tomorrow

"Remind Me Tomorrow" pendelt wunderbar zwischen Vintage-Synthpop und düsterem Goth-Folk hin und her, mal erinnert Sharon Van Etten dabei an Patti Smith, dann wieder an Bruce Springsteen und manchmal sogar an Portishead oder Kate Bush. Ihr gelingt damit ein schwül, düster drängendes Album, dem man sich gerne trotz – oder eben wegen seiner Verletzbarkeit – schwelgerisch hingibt.

3. Josin – In The Blank Space

Josins Musik erinnert an das Sehnsüchtige von Portishead, das Melancholische eines Thom Yorke, das Elektronische von Massive Attack, das Nordischkühle von Sigur Ros oder den neoklassischen Ansatz von Ólafur Arnalds. Ein beeindruckendes Debüt, in dem jeder Song sowohl durchdacht als auch durchlebt wirkt: Intensiv und entrückt zugleich. 

4. The Twilight Sad - It Won’t Always Be Like This All The Time

Die grimmigen Schotten von The Twilight Sad legen mit ihrem fünften Album ein drängendes und dringend benötigtes Album vor: "It Won’t Be Like This All The Time" beschreibt die Kälte eines Zeitgefühls mit den pulsierenden Mitteln des Post-Punk.

5. Nils Frahm – Encores 2

Zugabe Nummer 2: Ambient-Neoklassik-Star Nils Frahm schenkt uns nach "Encores 1" nun "Encores 2" auf Vinyl. Und so schön wie diese ruhigen sowie elegisch ausufernden Stücke knistern, ist das in jedem Fall das würdige Format für diese Musik.

6. Alice Merton - Mint

Popmusik so erfrischend wie Pfefferminze: Die neue deutsche Pop-Prinzessin Alice Merton setzt in ihrem Debüt "Mint" auf eingängige Ohrwürmer – Aber Achtung, zu viel Minze kann auch Bauchschmerzen verursachen.

7. James Blake – Assume Form

James Blake schafft es mit "Assume Form" aus den eigenen, wunderbaren Mustern auszubrechen. Er öffnet sich und will sich auf eine neue Art und Weise verständlich und nachvollziehbar machen - nicht nur für uns, sondern besonders für die neue Frau an seiner Seite. Der Schmerz der Vergangenheit ist da, er äußert sich nur anders. 

8. Toro Y Moi – Soul Trash

Vermutlich handelt es sich bei den Songs um Material, welches es nicht auf das aktuelle Album "Outer Space" geschafft hat - der Qualität des Tapes tut dies aber keinen Abbruch. Bundick mixt R&B, Synth-Pop, Rap- sowie Blues-Einflüsse zu genau dem Lo-Fi-Vibe, für den der Name Toro Y Moi mittlerweile stellvertretend steht. Das "Soul Trash"-Mixtape steht ab jetzt zum Free Download bereit.

9. Friska Viljor - Broken

Sänger Svenigsson nannte die Musik von Friska Viljor einst selbst "Kindermusik mit erwachsenen Texten" – Mit "Broken" ist die Band erwachsen geworden, aber mit immer noch ziemlich kindlichem Herzen gesegnet.

10. Balthazar - Fever

Wer den Stil von Balthazar seit jeher mochte, wird mit "Fever" eines seiner Alben des Jahres gefunden haben. Wer sich nach der langjährigen Pause ein paar mehr Experimente versprochen hatte, bekommt zumindest schon mal die ersten Hits für seine Sommerplaylist geliefert. 

Jeden Freitag veröffentlichen wir unsere Spotify Playlist "Tracks der Woche" mit den besten Neuerscheinungen und ohne nervige Chartsmucke. Jetzt folgen!

Dendemann Albumcover

Dendemann

Mit Eins Zwo, "Die Pfütze des Eisbergs" und seinen Auftritten im "Neo Magazin Royale" hat Dendemann Rap-Geschichte geschrieben. Sein langerwartetes drittes Soloalbum nach achtjärhiger Pause markiert 2019 einen Wendepunkt sowie eine Konsolidierung in seiner Musik: Auf "Da nich für!" führt der Rapper alle Stränge seiner Karriere konsequent zusammen. Dendemann ist so politisch, wach und auf den Punkt wie noch nie.

Empfohlene Themen

Meistgeklickt