Die 10 besten Alben des Monats Juni 2018

Die besten Musik Neuerscheinungen im Überblick

Jeden Monat bewertet die Tonspion Redaktion die wichtigsten Musik-Neuerscheinungen mit Punkten von 6 (herausragend) bis 1 (schlimm). Hier unsere Charts für die neuen Alben im Juni 2018.

Im Juni gibt es erstmals eine Jurywertung der Leser und als Gastjuror bewertet Ambient-Musiker Markus Guentner das neue Album von Florence + The Machine, das bei Euch auf Platz eins landete. Die Tonspion-Redaktion war da anderer Meinung… Vom Sommerloch war jedenfalls noch nichts zu spüren, vielmehr musste man einige gute Alben für die Top Ten außen vor lassen.

Ben Howard – Noonday Dream
Wertung: Ø 4,8

ALBUM DES MONATS
Sich rar zu machen und die Musik für sich sprechen zu lassen, kann auch funktionieren, sofern die Qualität des Albums dementsprechend ist. Und bei "Noonday Dream" stimmt so ziemlich alles.

Florence + The Machine – High As Hope

Wertung: Ø 4,2

Auf "High As Hope" thront die Stimme von Königin Florence I. über allem: Das ist Monarchie in anarchischen Stilmixturen mit geradezu majestätischem Selbstbewusstsein.

Gasturteil:

"Ein wunderschönes Album ohne Schwächen. Man hat das Gefühl, Florence and the Machine lassen sich dieses mal viel mehr Zeit um Melodien und Stimmungen wirken zu lassen ohne dass dabei unnötige Längen entstehen. In diesem Sinne ... "It's such a wonderful thing to love" !!!" (Markus Guentner, der gerade sein neues hoch gelobtes Ambient-Album "Empire" veröffentlichte)

Father John Misty – God’s Favorite Customer

Wertung: Ø 4,0

Der Witz und der Charme und das feine Händchen sind aber noch immer da, halt nur 'ne Nummer kleiner, sympathischer und demütiger als noch zuvor.

Kanye West - Ye

Wertung: Ø 3,8

Ein Liebesbrief an die eigenen Karriere - mehr Kanye geht wohl nicht. Dass dieses Vorhaben so gut funktioniert, zeigt jedoch erneut mit wem wir es hier zu tun haben: Kanye West.

Gorillaz – The Now Now

Wertung: Ø 3,8

"Humanz" hat uns den Weltuntergang in der Trump-Ära vorgestellt. Unklar bleibt jedoch ob uns der Sound von "The Now Now" mitteilen will, dass es doch noch Gutes auf der Welt gibt, oder stattdessen mit verrücktem Lachen bereits im postapokalytischen Zustand schwebt.

Johnny Marr – Call The Comet

Wertung: Ø 3,75

Dem ehemaligen The-Smiths-Gitarristen ist stets bewusst, dass er ein musikalisches Erbe hinterlassen hat, das überlebensgroß ist und doch ist da eben ein Licht, das nie ganz erlischt: Auch wenn es auf "Call The Comet" nur ab und an aufflackert.

Get Well Soon – The Horror

Wertung: Ø 3,6

Cineastisch angehaucht war Get Well Soon schon immer. Bei "The Horror" wünscht man sich jetzt aber einen Stanley Kubrick, der zu diesen gleichermaßen traumhaft-schönen, wie auch zutiefst angsteinflößenden Melodien eine ebenso mitreißende Story auf die Kinoleinwand bannt.

Lilly Allen – No Shame

Wertung: Ø 3,6
Kein Song schreit "ICH WILL IN DIE CHARTS!". Offenbar schert sich Lily Allen nicht mehr um die Wünsche ihrer Plattenfirma, sondern macht einfach das, was sie will. Und diese "Fuck you very much"-Attitüde steht ihr immer noch verdammt gut.

The Carters – Everything Is Love

Wertung: Ø 3,4

Beyoncé und Jay-Z haben schon oft zusammen Musik gemacht, doch noch nie als Ehepaar unter dem Namen The Carters. Das erste Video "Apeshit" wurde im Pariser Louvre gedreht und ist selbst ein Meisterwerk geworden.

Lykke Li – So Sad So Sexy

Wertung: Ø 3,4

Lykke Li entpuppt sich auf ihrem neuen Album als souveräne Pop-Queen neben Stars wie Lana Del Rey oder Lorde, die sowohl das Spiel mit Melancholie als auch Verführung brillant beherrscht.

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Aktuelles Album

Ben Howard - Noonday Dream
TONSPION TIPP

Ben Howard - Noonday Dream

Artist: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Das neue Album von Ben Howard ist nicht nur aus musikalischer Sicht ein ganz großer Wurf. "Noonday Dream" zeigt auch, dass von Zeit zu Zeit die starren Prinzipien der Musikindustrie außer Kraft gesetzt werden können, sofern die Qualität stimmt.