Die 10 besten Alben des Monats Mai 2019

Die besten Musik Neuerscheinungen im Überblick

Jeden Monat bewertet die Tonspion Redaktion die wichtigsten Musik-Neuerscheinungen mit Punkten von 6 (herausragend) bis 1 (schlimm). Hier unsere Charts für die neuen Alben im Mai 2019.

Im Mai kamen viele interessante neue Alben unterschiedlichster Genres heraus: In unseren Charts spiegelt sich das wieder und die Nummer eins gehört jemanden, der alle Genres furios durcheinanderwirbelt!

ALBUM DES MONATS:

1. Flying Lotus - Flamagra

Nach fünf Jahren Pause veröffentlicht der Rapper Steven Ellison alias Flying Lotus ein überbordendes neues Album mit zahlreichen Gaststars: Das Grundthema "Flammen" wird dabei grandios angezündet.

2. Tyler, The Creator - IGOR

Eigentlich hat Tyler, The Creator mit "Flower Boy" bereits das Album seiner Karriere geliefert. Eigentlich. "IGOR" kehrt dem Rap endgültig den Rücken zu, lässt Neo-Soul auf Distortion treffen und liefert damit einen Soundentwurf, der sich endlich mal wieder nach etwas Neuem anfühlt. 

3. Morrissey - California Son

Ach Morrissey: Die Schönheit der neuen Coverversionen tragen einen Makel, denn die Flucht in die Nostalgie kann die Gegenwart so manch hässlicher Äußerungen nicht einfach wegwischen - außer man lässt sich von der kalifornischen Sonne blenden oder muss einfach zugeben, dass diese Neuinterpretationen meist ziemlich gelungen und stimmlich stark sind.

4. The National - I Am Easy To Find

Inhaltlich befassen sich die von Berninger und seiner Frau Carin Besser verfassten Texte mit den üblichen nachdenklichen und melancholischen Themen, die unter anderem um Entfremdung und Verlustängste kreisen. Alles in allem gibt es also das, was man von The National erwartet - nämlich die ganz großen Emotionen -, aber eben dieses Mal auch noch ein bisschen mehr. 

5. Von Wegen Lisbeth - sweetlilly93@hotmail.com

Die Melodien sind groovy, funky, elektropoppig und stets eingängig: Kein doppelter Boden, keine dreifache Brechung – einfach gut gemachter Indiepop mit Lyrics voller amüsanter Wortspiele, die zum Schmunzeln und Wiedererkennen einladen, aber niemanden ernsthaft belästigen. "sweetlilly93@hotmail.com" ist damit unverbindlich und unkomplizierter Pop, der allerdings in seiner Unschuld genauso charmant wie eine E-Mail-Adresse aus den Anfangszeiten des Internets ist.

6. Von Spar - Under Pressure

Trotz – oder wegen – all der Unaufgeregtheit in ihrer Musik sind Von Spar mittlerweile eine der wenigen deutschen Bands, die man auch außerhalb Deutschlands wahrnimmt: Die Band erschafft so etwas wie einen konstanten Fluss, der durch Europa zu strömen scheint und an seinen Ufern einen ruhigen Raum zur Reflektion hinterlässt.

7. Big Thief - U.F.O.F.

Das New Yorker Quartett Big Thief bezaubert auf seinem dritten Album mit kratzigem sowie komplexem Dream-Freak-Folk: Dennoch steht das F am Ende des Titels nicht für das Genre, sondern für etwas viel Wichtigeres.

8. Mac DeMarco - Here Comes The Cowboy

Eskapismus, Entschleunigung, entspannt: Slacker-King Mac DeMarco frönt auch auf seinem neuen Album diesem Trio des Lo-Fi-Folk-Dreampop. "Here Comes The Cowboy" ist dabei weniger John Wayne in typischer Kluft, sondern eher Johnny Cash im Bademantel.

9. Rammstein - RAMMSTEIN

Es gibt ein neues Rammstein-Album. Das wäre als Sechs-Wort-Rezension im Grunde schon alles, was man wissen muss. Oder am Ende wohl auch: sagen kann. Denn wer Erwartungen an Rammstein hat, wird hier wieder einmal mindestens solide und gelegentlich exzellent abgefertigt.

10. The Head And The Heart - Living Mirage

Im Gegensatz zu anderen Indiefolkbands fällt der Sound der Band so relativ brav aus und ist ohne irgendeine Weirdness in den Tracks - gerade die Songs in der Mitte des Albums sind so doch ein wenig zu "artig" geraten. Die poppige Ausrichtung des neuen Albums ist damit eher eine sanfte Sommerbrise, denn ein herber Herbstwind.

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