Die 10 besten Alben des Monats November 2019

Die besten Musik Neuerscheinungen im Überblick

Jeden Monat bewertet die Tonspion Redaktion die wichtigsten Musik-Neuerscheinungen mit Punkten von 6 (herausragend) bis 1 (schlimm). Hier unsere Charts für die neuen Alben im November 2019.

Unsere Alben des Monats trotzen dem tristen November, vor allem die Nummer 1 zeigt, dass Melancholie und Düsternis durchaus mit futuristisch funkelndem Sound einhergehen können.

ALBUM DES MONATS:

1. FKA Twigs - Magdalene Ø 4.7

"Artpop, Future-Pop, Urban-Pop: Ungefähre Genrezuweisungen prallen an diesem perfekt geschliffenen Album ab, denn FKA Twigs hat mit "Magdalene" ihr eigenes Sound-Universum kreiert. (...) Und so lassen die Tracks auf "Magdalene" den Hörer verletzlich, verstört und verzückt zugleich zurück: FKA Twigs erweist sich mit dieser transzendenten und tonnenschweren Sound-Mischung als eine der außergewöhnlichsten atemberaubendsten Künstlerinnen unserer Zeit".

2. Tindersticks - No Treasure But Hope Ø 4.3

"Seit über 30 Jahren beliefern uns die Tindersticks nun mit kultiviertem Chamberpop und das ist auf "No Treasure But Hope" nicht anders: Schwelgerischer orchestraler Sound trifft auf klagenden kargen Gesang. (...) Das Album ist dabei tatsächlich trotz aller gebotener Schwere und Melancholie auch ein hoffnungsvolles Album geworden: Im elegischen eigenen Sound-Kosmos der Briten nimmt es daher souverän einen wichtigen Platz ein".

3. Lucy Dacus - 2019 Ø 4.1

"Indie-Darling Lucy Dacus covert sich durchs Jahr und beschert uns so alternative Feiertagssongs mit echter Hingabe und erfrischendem Zugang. (...) In diesem Sinn, Frohes Neues und hoffentlich auf eine neue Feiertagsreihe 2020!"

4. Leif Vollebekk - New Ways Ø 3.6

"Singer-Songwriterkunst auf neuen Wegen: Leif Vollebekks Musik und Stimme lässt sogar die Pausen erklingen - das ist perfekt anrührender Indiefolk und souliger Blues für melancholische Herbstabende".

5. Leonard Cohen - Thanks For The Dance Ø 3.6

""Thanks For The Dance" ist kein Gedenk-Album mit B-Seiten und Outtakes, sondern beschert uns unerwartet neun neue Songs, die Leonard Cohen kurz vor seinem Tod mit seinem Sohn Adam Cohen aufnahm".

6. Max Herre - Athen Ø 3.1

"Max Herre hat sich mit dem aktuellen Hip-Hop-Sound beschäftigt und eigene Ideen hinzugefügt. Eine bessere Platte als "Athen" hätte er vermutlich nicht aufnehmen können".

7. Neil Young & Crazy Horse - Colorado Ø 3.0

Das Album wurde größtenteils live aufgenommen in einem Studio in den Rocky Mountains von Colorado. Damit ist der Titel ein Zeichen für die Verbundenheit von Neil Young (der immer noch kanadischer Staatsbürger ist) mit der Idee und dem Land Amerika, das seiner Meinung nach momentan von einem unberechenbaren Präsidenten zerstört wird.

8. Coldplay - Everyday Life Ø 3.0

"Das achte Album von Coldplay ist ein 16 Songs umfassendes Konzeptalbum in zwei Teilen: Experimentell versus poppig lautete die Vorabdevise, die Realität klingt dann doch eher meistens nach rührseliger Kirchentagsmusik mit "crazy" Ideen wie Gospel-Chören".

9. Lindemann - F & M Ø 2.1

"Till Lindemann von Rammstein und Peter Tägtgren von Hypocrisy sowie Pain haben mit "F & M" das zweites Album ihres Projekts Lindemann vorgelegt, das ein kleines bisschen Horrorshow und ein kleines bisschen zu viel Karikaturenkrawall ist".

10. Kanye West - Jesus Is King Ø 2.0

I"m Auftrag des Herrn veröffentlicht Kanye West sein neuntes Studioalbum "Jesus Is King". Auch wenn er die Platte mehrmals verschoben hat, klingt die Musik skizzenhaft und zügig produziert. (...) Atheistische Kanye-Fans werden ihre Köpfe gegen Wände schlagen und sich endgültig verabschieden. Viele Andere schreckt das Reduzierte ab. Wer dennoch dran bleibt, freut sich über ein Gospel-Rap-Album, das Snoop Dogg mit "Bible Of Love" in dieser Dringlichkeit nicht hinbekommen hat."

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