Alben des Monats

Die 10 besten Alben des Monats Oktober 2019

Die besten Musik Neuerscheinungen im Überblick

Jeden Monat bewertet die Tonspion Redaktion die wichtigsten Musik-Neuerscheinungen mit Punkten von 6 (herausragend) bis 1 (schlimm). Hier unsere Charts für die neuen Alben im Oktober 2019.

Die Tage werden dunkler und die Musik auch: Die Lieblingsalben der Redaktion im Oktober sind dementsprechend melancholisch, atmosphärisch und eindringlich.

ALBUM DES MONATS:

1. Nick Cave & The Bad Seeds - Ghosteen Ø 4.6

Drei Jahre nach dem schwermütigen "Skeleton Tree" veröffentlicht Nick Cave mit "Ghosteen" einen mehr als würdigen Nachfolger. Die Trauer von einst ist einer melancholischen Hoffnung gewichen. Cave ist versöhnlich, dankbar, seine Songs fragil und dennoch entschlossen. Entschlossen, das Leben anzunehmen und es trotz all seiner Unwegsamkeiten zu zelebrieren.

2. Big Thief - Two Hands Ø 4.6

Im April dieses Jahres erschien erst das hoch gelobte Album "U.F.O.F." und nun folgt im Herbst das so genannte Zwillings-Album "Two Hands": Die Indie-Folk-Träumer von Big Thief haben noch viel zu sagen. Mit dem ersten Thema "Weltall" und dem nun folgenden "Erde" schließen sie damit ihr Universum für 2019 ab. Keine Frage, ein Big Year für Big Thief findet damit einen würdigen Rahmen.

3. DIIV - Deceiver Ø 4.2

Der dritte Streich von DIIV ist ein Geniestreich oder ein Instant-Klassiker des eigens begründeten Shoegaze-Grunge-Genres. Und so verschmelzen DIIV auf "Deceiver" Grunge-Elemente mit Shoegaze-Reverbwelten, die schwindlig machen und mit schwebenden Songs wie "Taker" könnten sie sich auch in Slowdiiv umbennen – ohne jedoch als bloße Epigonen zu gelten, denn dazu hat die Band einfach einen unverwechselbar eigenen uniquen Sound kreiert.

4. Kadavar - For The Dead Travel Fast Ø 4.2

Mit "For The Dead Travel Fast" veröffentlichen Kadavar aus Berlin ein komplexes Album, das von mystischen Zitaten und düsterer Horror-Romantik bestimmt wird. Herausgekommen ist dabei ein eher sperriges Album, das es einem nicht gleich leicht macht. Es bedarf etwas Einarbeitung, doch entwickelt sich sein Sog dann umso stärker.

5. Patrick Watson - Wave Ø 4.0

Der kanadische Singer-Songwriter Patrick Watson vertont auf seinem sechsten Album "Wave" ein unbeschreibliches Gefühl: Weggespült werden und dennoch nicht ertrinken.

6. Kummer - KIOX Ø 4.0

Auf Solopfaden macht der Kraftklub-Frontmann Felix Brummer vieles ganz anders als mit seiner Band. Ungeachtet einiger Abstriche zündet die künstlerische Vision. Zudem unterscheidet sich die Platte deutlich von seiner Hauptband, ohne dabei abzustinken. Ein größeres Kompliment kann es für ein Soloprojekt kaum geben.

7. Fink - Bloom Innocent Ø 4.0

Für sein siebtes Studioalbum hat Fin Greenall erneut mit Superproduzent Flood zusammengearbeitet. Entstanden ist ein gleichzeitig zurückgenommenes wie eindringliches Werk. 

8. Black Marble - Bigger Than Life Ø 3.8

LoFi-Synthpop mit melancholischem Gesang: Black Marble aus Los Angeles schreibt Lieder über Einsamkeit mit faszinierender Präzision und Kühle.

9. Chromatics - Closer to Grey Ø 3.6

Die Zahl 7 besitzt eine magische Energie. So auch Chromatics 7. Album, "Closer to Grey", das sieben Jahre nach dem letzten offiziellen Album "Kill For Love" erschienen ist. Vieles hat sich für die Bandmitglieder in den letzten sieben Jahren verändert. Und ihre Musik ist daran gewachsen.

10. Deichkind - Wer sagt denn das? Ø 3.5

Deichkind auf Platte heißt: keine bunten Kostüme, kein Feuerwerk und kein springendes Publikum. Und auch die ersten Hördurchgänge von "Wer sagt das denn?" bestätigen, dass die Musik immer noch am besten auf der Bühne zündet. Das vierte Album nach "Aufstand im Schlaraffenland" weist allerdings auch Ermüdungserscheinungen auf.

 

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