Album des Jahres

Die 10 besten Rap-Alben 2019

Die Hip-Hop-Favoriten der Tonspion-Redaktion

An Rap kam auch 2019 niemand vorbei. Das sind die besten Rap-Alben, gewählt von der Rapspion-Redaktion.

An die Spitze der deutschen Charts schafften es dieses Jahr 17 Hip-Hop-Alben. Über die Qualität einiger dieser Platten lässt sich freilich streiten, aber nicht über den Einfluss, den Hip-Hop auf den hiesigen Musikmarkt hatte.

Doch gute Musik gab es 2019 auch in dem Genre, das so gerne Hedonismus betrieb und Spotify-Playlists für wichtiger als künstlerische Visionen hielt. Wir haben alle Tonspion-Reviews ausgewertet und eine Top 10 mit den besten Hip-Hop-Alben des Jahres zusammengestellt.

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TONSPION JAHRESCHARTS HIP-HOP-ALBEN 2019

1. Tua – Tua

Zehn Jahre in zwölf Songs verarbeitet: Tua veröffentlicht das wichtigste Album seiner Karriere und liefert damit einen Soundentwurf, der als Blueprint für kommende deutsche Popmusik gesehen werden muss.

2. Tyler, The Creator – IGOR

Eigentlich hat Tyler, The Creator mit "Flower Boy" bereits das Album seiner Karriere geliefert. Eigentlich. "IGOR" kehrt dem Rap endgültig den Rücken zu, lässt Neo-Soul auf Distortion treffen und liefert damit einen Soundentwurf, der sich endlich mal wieder nach etwas Neuem anfühlt.

3. Flying Lotus – Flamagra

Nach fünf Jahren Pause veröffentlicht Steven Ellison alias Flying Lotus ein überbordendes neues Album mit zahlreichen Gaststars: Das Grundthema "Flammen" wird dabei grandios angezündet.

4. Trettmann – Trettmann

Hätte Trettmann ein zweites "#DIY" aufgenommen, Kritiker und Fans hätten erneut zu Lobeshymnen angesetzt. Doch der Musiker hat sich dagegen entschieden und stattdessen ein Album produziert, das seinen aktuellen Lifestyle verarbeitet. Dass das weniger nach West Indies und viel mehr nach Rave-Kultur klingt, ist mutig und erfrischend zugleich.

5. Stormzy – Heavy Is The Head

Schon auf dem Vorgänger "Gang Signs & Prayer" verband der Rapper Straßenkante mit Intellekt. Dadurch entwickelte sich Stormzy zum Sprachrohr einer Menschengruppe, die im biederen Großbritannien kein Gehör findet. Der von Queen und Teatime geprägte Schein trügt. Die Insel brennt und "Heavy Is The Head" zeigt, wie sich die Betroffenen damit fühlen.

6. Kate Tempest – The Book Of Traps And Lessons

Kate Tempest und ihre Kunst muss man niemandem mehr erklären. Doch wenn sich plötzlich Rick Rubin für die musikalische Umsetzung verantwortlich zeigt, orientiert sich eine herausragende Künstlerin in ihrem eigenen Genre neu.

7. Dendemann – Da Nich Für!

Dendemann schafft das, woran viele seiner alten Klassenkameraden gescheitert sind und liefert ein durchdachtes, zeitgemäßes und selbstbewusstes "Comeback"-Album. Auch wenn er es nicht hören möchte: Danke, Dende!

8. Juju – Bling Bling

Kann man über Jujus Debütalbum sprechen, ohne über Feminismus im Rap zu sprechen? Kann man, muss man aber nicht. Die Berlinerin liefert ab und sorgt für schmerzende Finger an den Facebook-Tastaturen.

9. Die Orsons – Orsons Island

Was hätte Mozart wohl zu Deutschrap gesagt? Diese und viele weitere Fragen beantworten Die Orsons auf ihrer Reise nach "Orsons Island".

10. Hanybal – Fleisch

Während Azad mit "Der Bozz 2" versucht hat, den alten Frankfurt-Sound wiederzubeleben, macht es Hanybal einfach. Sein drittes Album "Fleisch" schlägt vermummt mit der Sturmmaske auf alle ein, die sich in die Nordweststadt verirren.

Nicht alle guten Rap-Platten konnten wir 2019 in unserer Berichterstattung berücksichtigen. Daher nennen wir an dieser Stelle noch fünf Alben, die es nicht in die Liste geschafft, aber eure Aufmerksamkeit verdient haben: "GREY Area" von Little Simz, "Bandana" von Freddie Gibbs & Madlib, "ZUU" von Denzy Curry, "Psychodrama" von Dave und "!" von Trippie Redd.

Tua (Pressefoto / Credit: Chimperator Productions)

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