Die besten und ikonischsten Musikvideos der Neunzigerjahre

Die 90er: Musikalisch und visuell vielfältig

Musikvideos können die musikalische Essenz eines ganzen Jahrzehnts erfassen, gerade wenn es so vielfältig und widersprüchlich wie die Neunzigerjahre war: Die Clips stellten sowohl unsere Sehgewohnheiten in Frage, setzten modische Trends oder waren Innovationen in Sachen Design.

Hier kommen die (subjektiv) besten Musikvideos der Neunzigerjahre:

George Michael – "Freedom! ‘90" (1990)

Nachdem George Michael sagte, er wolle nie wieder vor eine Kamera treten, ließ er kurzerhand die Supermodels der Neunziger Jahre in seinem Video auftreten: So sehen wir hier die schönsten Frauen des Jahrzehnts wie Naomi Campbell, Cindy Crawford, Linda Evangelista, Christy Turlington und Tatjana Patitz, die die Zeilen zu "Freedom" im Lip Syncing darbieten.

Sinead O’Connor – "Nothing Compares 2 U" (1990)

Wem ist dieses intensive Video damals nicht unter die Haut gekrochen? Mit minimalen Mitteln, einem schwarzen Hintergrund und dem permanenten Close-Up auf dem Gesicht, der am Ende weindenden Sinead O’Connor, sehen wir hier eines der ikonischsten Clips überhaupt.

Nirvana – "Smells Like Teen Spirit" (1991)

In den Neunziger Jahren bahnte sich ein neues alternatives Genre namens Grunge den Weg in die Charts und dieses Nirvana-Video war der Brandbeschleuniger: Die Idee zu dem Clip stammt von Kurt Cobain, der die Cheerleader mit dem Anarchiezeichen auf der Kleidung herumhüpfen ließ. Mit mittlerweile über 727 Millionen Views ist es das drittmeistgeklickte Video der Neunziger auf YouTube.

Beastie Boys – "Sabotage" (1994)

Regisseur Spike Jonze ("Being John Malkovich", "Wo die wilden Kerle wohnen") verpasste diesem Clip seinen coolen und trashigen 70ies Look: In diesem Video gibt es alles zu sehen, was in einem Cop-Film aus diesem Jahrzehnt auch vorkommen würde – Autojagden, Schnauzbärte, Explosionen und viel Action, allerdings gespickt mit dem ganz speziellen Humor der Beastie Boys.

Massive Attack – "Protection" (1995)

In Szene gesetzt von niemand Geringerem als Michel Gondry ("Vergiss mein nicht!", "Science Of Sleep") und gesungen von Tracey Thorn: Dieses Massive-Attack-Video ist in einem Take gedreht und entwickelt einen fast hypnotischen Sog, denn Clip und Song fließen geradezu ineinander.

Jamiroquai – "Virtual Insanity" (1996)

Jonathan Glazer ("Under The Skin", "Birth") drehte dieses vielfach preisgekrönte Video: Jamiroquai gleitet in diesem Clip scheinbar schwerelos hin und her, während sich in Wirklichkeit der Raum um ihn herum bewegt. Diese optische Illusion  ist natürlich das perfekte Setting zum Song "Virtual Insanity".

Aphex Twin – "Come To Daddy" (1997)

Der Clip könnte auch in die Liste der furchterregendsten Clips aller Zeiten passen: Chris Cunningham inszeniert hier einen kleinen Horrorfilm in einer tristen Wohnblock-Szenerie, in der auch schon Stanley Kubrick Szenen von "A Clockwork Orange" drehte. Im Clip terrorisiert eine Kindergang, die alle eine Maske/Fratze des Aphex-Twin-Masterminds Richard D. James tragen, die Gegend, bis ein Dämon aus einem Fernseher hervorkommt und sich die Kinder um diesen versammeln.

Fatboy Slim – "Praise You" (1999)

Mit einem einfachen, aber einfach genialen Video unterlegt, in dem diverse Menschen einen eigenwilligen Ausdruckstanz in einer Einkaufspassage hinlegen, wurde der Fatboy-Slim-Songs mit vielen Samples zum Hit: Der vielfach preisgekrönte Clip wurde von Spike Jonze und Roman Coppola im Guerilla-Style gedreht und im Mittelpunkt steht die fiktive Dance-Truppe "The Torrance Community Dance Group".

Eminem – "My Name Is" (1999)

Dieses Video ist wie eine Zeitreise durch die Neunziger, denn es enthält Referenzen zu Marilyn Manson, Spice Girls, Nine Inch Nails oder Bill Clinton. Eminem selbst spielt darin all diese Charaktere und Celebrities.

Björk – "All Is Full Of Love" (1999)

Dieser visuell wie thematisch schlicht und ergreifend umwerfende Clip erzählt die Geschichte zweier Roboter (die die Gesichtszüge von Björk tragen): Man sieht wie sie zusammengesetzt werden, sich anschließend ineinander verlieben und sich letztendlich in einem innigen Kuss miteinander vereinen.

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