Die fünf spannendsten Deutschrapperinnen für 2018

Das HipHop-Patriarchat findet ein Ende

Während in den USA  junge Rapperinnen selbstverständlich einen Platz in der Szene gefunden haben, muss man hierzulande noch ein bisschen suchen. Wir stellen Euch fünf Künstlerinnen vor, die man 2018 definitiv auf dem Schirm haben sollte.

Haiyti

Wer sich mit zeitgenössischem HipHop ein bisschen auskennt, kennt auch Haiyti. Spätestens jetzt, als erste Frau auf dem JUICE-Cover seit Schwester S., sollte die Hypemaschine dann endlich zu Hochtouren auflaufen. Ist ja auch mehr als verdient, drei grandiose Mixtapes und zwei EPs binnen nicht einmal zwei Jahren sprechen mehr als für sich. Mit dem Release ihres Debütalbums „Montenegro Zero“ wird sich nun zeigen, ob die junge Hamburgerin auch im Deutschrap-Mainstream bestehen kann – Turn Up!

Hunney Pimp

Yung Hurn und Crack Ignaz haben spätestens 2017 endgültig den Wiener Schmäh nach Deutschland importiert und salonfähig gemacht. Überhaupt, Österreich. Wer schon die gängigen Playlist-Tipps alle abgehört hat, sollte ruhig einmal abseits der bekannten Namen suchen. Hunney Pimp merkt man das Wienerische schon beim Lesen der Tracklist ihres Albums „Schmetterlinge“ an, da finden sich Titel wie „Bladl & Blia“ oder „I deck di zua“. Ist aber trotzdem kein Schlager, sondern verträumt, ungezwungen und – naja, einfach anders.

Toni Strange

Zugegeben, für diesen Tipp muss man ein bisschen graben. Social Media-Kanäle? Fehlanzeige, ein sparsam beschriftetes Soundcloud-Profil tut‘s auch. Nichtsdestotrotz war Toni Stranges „gefühle“-EP eine der interessantesten Geheimtipps 2017. Vier nüchterne, melancholische Tracks, die schlicht durchnummeriert von der Unerträglichkeit des Seins erzählen.

Eunique

Den ersten Hype gab’s Anfang 2016 mit einem gelungenen Cover von Shootingstar Nimo, dieses Jahr folgt das Debütalbum. Eunique mausert sich zunehmend zum Anwärter für die Krone der Deutschrap-Queen. Mit Hits wie „Jubel“ und „Besser“ platziert sich die Hamburgerin immer wieder in den großen Streaming-Playlists und bringt dabei eine gehörige Portion US-Flair mit. Der Soundtrack für deine nächste Snapchat-Story!

Ebow

Ebow bringt auf klassischen Bummtschack-Beats die Consciousness in den autotunegeschwängerten HipHop-Kosmos zurück. Die Rapperin mit türkischen Wurzeln erzählt ehrliche Geschichten rund um Gesellschaft, Feminismus und Diversität und lässt es dabei ordentlich von Links knallen. Darüber hinaus engagiert sich Ebow auch sozial. 2016 gab sie etwa Workshops an türkischen Schulen, in denen Kinder die deutsche Sprache erlernen.

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Haiyti City Tarif Cover

Haiyti - City Tarif

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Mittlerweile fester Bestandteil des Pop-Feuilletons, war Haiyti 2016 noch Untergrund im besten Sinne. Für den Durchbruch sorgte erst ihr Free-Mixtape "City Tarif", das sie gratis im Netz verbreitete.