Die Oscars 2017: Die größten Oscar-Rekorde aller Zeiten

"La La Land" mit historischer Chance

Kein Film zuvor hatte bei den Grammys so abgeräumt, wie das Hollywood-Musical "La La Land". Bei der Verleihung der Oscars sollte der Film einen alten Rekord brechen. Aber es kam anders.

La La Land Oscars
Oscar-Favorit "La La Land" gewann am Ende "nur" sechs Oscars

Alles war angerichtet um aus dem Filmmusical "La La Land" den erfolgreichsten Streifen aller Zeiten bei den diesherigen Oscars zu machen. Ganze 14 Nominierungen bekam der Film des jungen Regisseurs Damien Chazelle und ließ Erwartungen hochkochen, dass es diesmal zu einer neuen Bestmarke bei den Oscars kommen würde.

Die bisherigen Rekordhalter "Ben Hur" (1960), "Titanic" (1998) und "Herr der Ringe – die Rückkehr des Königs" (2004) hatten je 11 Academy Awards gewonnen und da La La Land in 7 von 8 Kategorien als Top-Favorit galt, gingen viele Experten von einem neuen Oskar-Rekord aus. Auch eine weitere Statistik sprach für eine neue Bestmarke in diesem Jahr. Hatten Ben Hur drei und Titanic sowie Herr der Ringe je vier Golden Globes gewonnen, konnte die überbordende Musicalnummer ganze sieben Auszeichnungen von der Hollywood Foreign Press Association (HFPA) abräumen. In der Vergangenheit galt dies immer als gutes Indiz für eine besonders erfolgreiche Oscar-Nacht, waren doch die Golden Globes- und Oscar-Gremien häufig zu den gleichen Ergebnissen gekommen.

Foto: La La Land (Presse)

Am Ende gab es aber für La La Land „nur“ sechs Academy Awards. Damit war der Film zugleich der große Sieger der diesjährigen Oscar wie auch der größte Verlierer. Während nämlich in den Kategorien „Beste Darstellerin“ (Emma Stone), „Beste Regie“ (Damien Chazelle), „Beste Kamera“ (Linus Sandgren), „Bester Musikfilm“ (Justin Hurwitz), „Bester Song“ (City of Stars) und „Bestes Szenenbild“  die romantische Kömödie vorne lag, verlor sie, teilweise überraschend, in sieben anderen Gattungen.
 

Obwohl es also für "La La Land" also nicht für einen neuen Rekord reichte, machten in diesem Jahr einige andere dennoch Geschichte. So gewann mit Mahershala Ali (Moonlight) zum ersten Mal ein Moslem einen Acamedy Award und der nur 32-jährige Damien Chazelle war der jüngste Regisseur der jemals einen Oskar gewinnen konnte.

Sichtlich erleichtert war auch Kevin O`Connell, welcher endlich seinen „Oscar-Fluch“ hinter sich lassen konnte. Denn nach 20 erfolglosen Nominierungen, konnte der US-Amerikanische Tontechniker für “Hacksaw Ridge – Die Entscheidung“ endlich den begehrten Preis diesmal mit nach Hause nehmen.

Neben diesem sicherlich teilweise unerwarteten Ausgang, werden aber die heurigen Oscars vor allem wegen der skurrilen Schlußnote in Erinnerung bleiben. Denn bei der Verleihung des besten Filmes sorgten Faye Dunaway und Warren Beaty unfreiwillig für den bizarrsten Eklat in der Geschichte der Academy Awards. Man hatte aus Versehen das falsche Kuvert geöffnet und zunächst "La La Land" statt dem richtigen Sieger "Moonlight" ausgezeichnet. Erst nach einigen Minuten, als Emma Stone den Preis bereits entgegengenommen hatte und sich bei der Academy bedanke wollte, fiel dieser schwerwiegende Fehler auf und die Produzenten vom Drama um einen jungen, homosexuellen Afro-Amerikaner wurden schlußendlich auf die Bühne gebeten und zum Gewinner gekürt.

Die Symbolik dieser Slapstik-Einlage in einer Zeit in der immer häufiger über Fake News und Wahlfälschungen in der Öffentlichkeit debattiert wird, ist kaum zu überbieten. Wie so oft aber in Hollywood, gilt auch hier das Motto: Ende gut, alles gut!

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