Dokumentation: "Bob Dylan - No Direction Home" am 28.5.2016 auf Arte TV

Oscar-Preisträger Martin Scorsese zeigt den Aufstieg von Bob Dylan zur Stimme einer Generation

Martin Scorsese zeichnet die ersten Jahre der Karriere von Bob Dylan in seiner preisgekrönten Dokumentation nach. Am Samstag läuft der Film auf Arte. 

In "No Direction Home" erzählen Bob Dylan und einige seiner Weggefährten wie Joan Baez, Allen Ginsberg oder Pete Seeger über die wilde Zeit Anfang der 60er als im New Yorker Greenwich Village sich Studenten, Poeten und Liedermacher in Cafés zusammen fanden, um ihre Kunst zum Besten zu geben und voneinander zu lernen.

Diese Erfahrung hat den Grundstein zur einzigartigen Karriere von Bob Dylan gelegt. Mit zahlreichen Rückblenden und Originalaufnahmen springt Scorsese hin und her, zwischen dem jungen politischen Dylan und dem späteren Star, der nichts mehr mit Politik zu tun haben wollte, was ihm viele Kollegen, die in ihm den Protestsänger in der Nachfolger von Woody Guthrie sehen wollten, krumm nahmen. 

Politik sei ihm als Thema zu profan sagt Dylan an einer Stelle im Film und dazu sieht man die Bilder eines Konzerts am Höhepunkt seiner Karriere, bei dem die Fans ihn beschimpfen und fast randalieren, weil er mit einer Rockband auftrat und nicht alleine mit einer akkustischen Gitarre und Mundharmonika auf der Bühmne stand. Dieser Moment zeigt die ganze Spießigkeit, die auch in einer alternativen Szene zu finden ist. 

Doch Dylans Motto lautet bis heute "The Times They Are A-Changin'" und so wusste er lange vor seinen Fans, dass sich die Geschichte immer weiter entwickelt und nur der ein wahrer Künstler ist, der sich ständig weiter entwickelt und sucht und nie fertig ist. 

Arte zeigt den 208 Minuten langen Film am Samstagabend um 21:45 und wir empfehlen den Film auch Leuten, die mit Bob Dylan bisher nicht viel anfangen können, denn der Film entwickelt einen ganz eigenen Sog und ist zweifellos ein Meisterwerk. 

Empfohlene Themen