Ebow setzt Zeichen gegen Homophobie im Rap

Exzentrischer Tanzstil zu HipHop-Beats

Ebow ist dafür bekannt, mit ihrer Musik für mehr gesellschaftliche Diversität einzustehen. Eine Wiener Tanzcrew hat ihre Songs für eine Voguing-Perfomance adaptiert und setzt Homophobie im Deutschrap ein starkes Statement entgegen.

"Denn diese Kanakin hier macht sich zu wichtig /Ist zu gebildet, sieht zu gut aus / Zersprengt eure Kästen, muslimischer Frauen"

Wenn Ebow in ihren Songs über Gesellschaft textet, legt sie den Finger direkt in die Wunde. Auf ihrem letzten Album "Komplexität" beschäftigte sie sich intensiv mit politischen Missständen sowie Kulturklischees und sorgte mit einem wilden Sprachmix aus Deutsch, Englisch, Türkisch und Arabisch auf ihre Weise für Völkerverständigung. Für Ebow stehen alle Zeichen auf Progressivität: "Ich will, dass Deutschrap femininer, queerer, experimenteller, mutiger wird", sagte sie der Backspin in einem Interview.

Video: Ebow - "Punami Power / Bad lan"

Die Choreographin Karin Cheng hat sich nun zwei ihrer Songs angenommen und mittels Voguing-Performance umgesetzt. Bei diesem Tanzstil geht es vereinfacht um das ausdrucksstarke Nachahmen von Laufsteg-Posen. Entstanden ist das Voguing während der 60er-Jahre in Harlem als Tanz Unterprivilegierter und Minderheiten, die in der Gesellschaft nicht akzeptiert wurden - inspiriert von den Outfits der Laufstegmodels konnten so auch Homo- und Transsexuelle am Glamour der Weißen teilhaben. Entsprechend queer fällt Karin Chengs Visualisierung von "Punami Power / Bad lan" aus:

Video: Queer Voguing Project // Karin Cheng Choreography

Als nächstes dann bitte ein Clip zur Musik von Homophobie-Rappern á la Mert!

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