Ein Glück

Kante hätten sich fast getrennt. Fast.

Die beliebten Hamburger Bands der Vor-Tomte-Generation veröffentlichen dieses Jahr allesamt gute Platten. Anfang August schließen sich Kante dem Sterne-Goldene Zitronen-Blumfeld-Tocotronic-Reigen an. In einer persönlichen Erklärung zu “Die Tiere sind unruhig“ erwähnt Bandmittelpunkt Peter Thiessen, dass sich seine Gruppe nach der letzten LP “Zombi“ beinahe aufgelöst hätte. tonspion.de hat nachgefragt.

?Die Aufnahmen zu `Zombi` waren dran schuld? erklärt Kante-Sänger und -Songschreiber Peter Thiessen in seiner gelassenen Art. ?Sie dauerten über eineinhalb Jahre. Es stellte sich als schwierig heraus, die Band solange zusammen zu halten, zumal sich ja alle noch um ihr finanzielles Überleben kümmern mussten. Als unsere lange `Zombi`-Tour zu Ende war, gab es kaum eine Idee, wie wir jetzt weiter machen könnten. Eine Pause schien uns eine Option zu sein, aber eben auch die Auflösung der Band?.

Weiter erklärt Thiessen, dass er sich mitten in der Krise ganz alleine an neue Kante-Songs machte. Die meisten Lieder auf ?Die Tiere sind unruhig? sind also zunächst an Thiessens Computer entstanden. ?Nach ein paar Monaten war der Rest der Band bereit, diese Songs mal in unserem Proberaum zusammen zu spielen. Und das hat sofort gekickt.?

Dieser Kick ist ?Die Tiere sind unruhig? in ganzer Länge anzuhören. Statt wie noch bei ?Zombi? den Schwerpunkt auf Perfektion zu legen, stellten Kante dieses Mal den Spaß in den Mittelpunkt und haben keine Angst vorm Abgehen. Klingt meist nach Indierock. Manchmal werden sie sogar richtig albern, zum Beispiel auf dem funky ?Die größte Party der Geschichte?. Gut, dass sie weitermachen.

(cb)

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