Ektra: Kodak stellt neues Kamera-Smartphone vor

Das Handy im Look einer Retro-Kamera

Mit dem Ektra will Kodak endlich den Einstieg in den Smartphone-Markt schaffen. Aber ist das Kamera-Handy eher ein lässiges Hipster-Accessoire als eine echte Kamera-Alternative?

Die Kameralinse des Ektra (Foto: Produktbild / Kodak)

Die Idee hinter dem neuen Smartphone von Kodak ist konsequent. Statt weiter zu versuchen, die perfekte Kamera zu bauen, mit der man auch Whatsapp nutzen und telefonieren kann, geht es beim Ektra hauptsächlich um Lifestyle und vernünftige Schnappschüsse für unterwegs.

Dabei klingen die technischen Daten erstmal nicht schlecht: Die Kamera hat einen 21 Megapixel-Sensor und eine f/2.0 Linse verbaut – ja sogar die Frontkamera verfügt noch über 13 Megapixel. Das Display stellt auf 5 Zoll 1080p dar und auch ansonsten sind die Hardwaredaten, wie man es von einem aktuellen Smartphone erwarten würde.

Trotzdem sagt Kodak selbst, dass das Handy nicht mit dem iPhone 7 oder dem Google Pixel in Sachen Foto-Qualität mithalten will. Es ginge mehr um Lifestyle, Einfachheit und eine riesige, offenkundig sichtbare Kameralinse.

Der Griff des Ektra von Kodak (Foto: Produktbild / Kodak)

Zugegeben, Style hat das Ektra definitiv. Das komplette Design ist an die originale Ektra Analog-Kamera angelehnt, die in den 1940ern auf den Markt kam. Sprich: Die Rückseite des Handys ist mit schickem Kunstleder überzogen, ein "Kodak"-Logo ist eingestanzt und die Unterseite des Gerätes is ebenso gewölbt, wie man es von einer alten Analogkamera gewohnt ist. Dazu kommt dann noch ein zweistufiger Auslöseknopf, mit dem man erst fokussieren und dann ein Bild schießen kann.

Beides tut man in der natürlich gesondert von Kodak entwickelten, vorinstallierten Kamera-App. In dieser können per Wahlrad – wieder sehr konsequent – diverse automatische Modi (Landschaft, Porträt etc.) ausgewählt werden. Im manuellen Modus kann man Blende, ISO, Weißabgleich und die Belichtungszeit ganz nach eigenem Gusto einstellen.

Der Kameramodus des Ektra (Foto: Kodak)

Aber auch softwareseitig wird der Retro-Trend konsequent durchgezogen. So gibt es eine vorinstallierte App, mit der es jederzeit möglich ist, direkt vom Smartphone aus Abzüge der gemachten Fotos an die eigene Haustür zu bestellen. Außerdem gibt es eine Super-8-App, mit der 4K-Videos aufgenommen und bearbeitet werden können. 

Das Kodak Ektra soll bis Ende 2016 für etwa 500 Euro auf den Markt kommen und wird vorraussichtlich mit Android 6.0 ausgeliefert.

Vor kurzen hat auch Google mit der Vorstellung des Pixel und Pixel XL einen erneuten Vorstoß in den Smartphone-Markt gewagt.

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