ESC 2020: Ben Dolic vertritt Deutschland mit "Violent Thing"

22-Jähriger von Jury ausgewählt

Ohne Vorentscheid, ohne Publikumsvotum, dafür mit zwei Jurys wurde in einem mehrstufigem Auswahlverfahren der Eurovision Song Contest-Beitrag Deutschlands ausgewählt: Man entschied sich für den Pop-Dance-Track "Violent Thing" von Ben Dolic.

Zwei Jurys suchten "Unseren Song für Rotterdam": Eine "Eurovisions-Jury" mit 100 Menschen aus ganz Deutschland und eine internationale Expertenjury aus 20 Musikprofis. In einem mehrstufigen Verfahren haben diese beiden Jurys sowohl Künstlerinnen und Künstler als auch Songs bewertet und der TV-Sender ONE zeigt am Donnerstag, den 27. Februar 2020 um 21.30h den Siegersong "Violent Thing" von Ben Dolic. Moderiert wird die 45 Minuten dauernde Sendung von Barbara Schöneberger.

Video: Ben Dolic – "Violent Thing"

Und auch dieser Song kommt einem wieder seltsam bekannt vor – ein bisschen wie ein Hybrid aus Justin Timberlake und Michael Jackson mit einer harmlosen Daft-Punk-Note. Und sicherheitshalber erklingt in dem Song dann auch kurz Applaus, so als wollte man sich schonmal vorab Mut holen.

Ben Dolic selbst nennt den Track eine "Tanzhymne" und  man kennt ihn aus der Castingshow "Voice of Germany", wo er 2018 Zweiter wurde. Geschrieben wurde der doch ziemlich generische Song von Borislav Milanov, dem die Produktionsfirma Symphonix gehört.

Er hat schon ein paar erfolgreiche ESC-Lieder untergebracht, Kristian Kostov wurde 2017 mit "Beautiful Mess" für Bulgarien Zweiter, Cesár Sampson 2018 gelang mit "Nobody But You" für Österreich ein überraschender dritter Platz und Poli Genova wurde 2016 mit "If Love Was a Crime" für Bulgarien Vierte.

Wenn Milanov also so den ESC-Algorithmus geknackt hat, stehen die Chancen für Dolic nicht schlecht. Für die Show auf großer Bühne hat man sich noch den Choreographen Marty Kudelka dazu geholt, der schon mit Jennifer Lopez und Justin Timberlake gearbeitet hat.

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