Eurovision Song Contest 2018: Buchmacher sehen Israel, Norwegen und Zypern vorn

Die Chancen für Deutschland steigen täglich

Am 12. Mai 2018 steigt das diesjährige Finale des Eurovision Song Contest in Lissabon. Wie jedes Jahr wird auf den möglichen Sieger gewettet und der ist dieses Jahr so unsicher wie nie zuvor. Hier die Favoriten.

Der Eurovision Song Contest ist das größte Musikspektal der Welt, jedes Jahr schauen rund 200 Millionen Menschen zu, wenn sich die Nationen um den besten Song streiten.

Hier kann man die Globalisierung förmlich hören, denn während früher Landesprache und traditionelle Klänge den Reiz des Song Contests ausmachten, hat sich der europäische Musikgeschmack über die Jahre weitgehend angeglichen. 

Das gilt auch für die diesjährigen Favoriten. Seit Jahren sagen die Wettquoten bereits den Gewinner voraus - und liegen damit meistens richtig. Bei den Wettbüros schien lange Zeit Israel und der Song "Toy" von Netta Barzilai bereits als sicherer Sieger festzustehen.

Doch nach dem 1. Halbfinale ist Zypern an Isreal vorbei gezogen. Eleni Foureira hat mit viel Feuer und ihrem stark an Shakira erinnernden Song "Fuego" überzeugt. Dritter Top-Favorit ist Norwegen: der Sieger von 2009 Alexander Rybak erklärt in seinem dünnen Liedchen "How To Write A Song" wie er gewinnen will.

Video: Eleni Foureira - "Fuego"

Video: Netta Barzilai - Toy

Nicht besonders rosig sah es zunächst für den deutschen Beitrag aus. Mit seiner leisen Ballade "You Let Me Walk Alone" lag Michael Schulte zunächst nur auf Platz 19 bei den Buchmachern, hat sich nach dem zweiten Halbfinale aber schon in die Top 10 hochgearbeitet. Vielleicht kann er sich ja gegen die musikalisch ziemlich schwachen Konkurrenz doch abheben mit seiner eindringlichen Performance.

Schlecht sieht es allerdings für Montenegro, Island, Slowenien oder San Marino aus, die nach den Prognosen ganz am Ende des Felds der 43 Teilnehmer liegen und mit ziemlicher Sicherheit im Halbfinale ausscheiden werden.

Die Top 10 Teilnehmer nach Wett-Quoten:

Die Wettquoten für den Sieger Stand: 10.5.2018 (Quelle: Eurovisionworld)

Ob man den Einschätzungen der Buchmacher wirklich Glauben schenken darf? Im letzten Jahr sagten die Wettanbieter zunächst Italien als sicheren Sieger voraus, schwenkten nach dem Halbfinale aber auf Portugal um und am Ende verzauberte Salvador Sobral mit seiner leisen Jazz-Ballade "Amar pelos dois" auch das europäische Publikum und gewann mit großem Vorsprung. Meistens liegen die Buchmacher am Ende also doch richtig.

Und sind wir mal ganz ehrlich - irgendwo können wir auch sehr gut nachvollziehen, weshalb Beiträge wie der von Island, laut Wettanbietern auf dem letzten Platz landen sollen, oder?

Video: Ari Ólafsson - Our Choice

Reihenfolge ESC 2018 Finale am 12. Mai 2018

1    Ukraine    MELOVIN    Under The Ladder        
2    Spain    Amaia y Alfred    Tu Canción        
3    Slovenia    Lea Sirk    Hvala, ne!        
4    Lithuania    Ieva Zasimauskaitė    When We're Old        
5    Austria    Cesár Sampson    Nobody But You        
6    Estonia    Elina Nechayeva    La Forza        
7    Norway    Alexander Rybak    That's How You Write A Song        
8    Portugal    Cláudia Pascoal    O Jardim        
9    United Kingdom    SuRie    Storm        
10    Serbia    Sanja Ilić & Balkanika    Nova Deca        
11    Germany    Michael Schulte    You Let Me Walk Alone        
12    Albania    Eugent Bushpepa    Mall        
13    France    Madame Monsieur    Mercy        
14    Czech Republic    Mikolas Josef    Lie To Me        
15    Denmark    Rasmussen    Higher Ground        
16    Australia    Jessica Mauboy    We Got Love        
17    Finland    Saara Aalto    Monsters        
18    Bulgaria    EQUINOX    Bones        
19    Moldova    DoReDoS    My Lucky Day        
20    Sweden    Benjamin Ingrosso    Dance You Off        
21    Hungary    AWS    Viszlát Nyár        
22    Israel    Netta    TOY        
23    The Netherlands    Waylon    Outlaw In 'Em        
24    Ireland    Ryan O'Shaughnessy    Together        
25    Cyprus    Eleni Foureira    Fuego        
26    Italy    Ermal Meta e Fabrizio Moro    Non Mi Avete Fatto Niente

▶ ESC: So stehen die Chancen des deutschen Eurovision Beitrags von Michael Schulte

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