Eventim schafft Gebühren für "Print@Home"-Tickets ab

"Wir wollen keinen Streit"

2,50€ Gebühr um sein Ticket selbst auszudrucken. Was bei vielen Käufern seit Jahre nicht gut ankam, wurde auch vom Bundesgerichtshof eingeschränkt. Nun verzichtet Eventim komplett auf "Print@Home"-Zusatzgebühren. 

Tickets direkt Zuhause ausdrucken? Klingt bequem, war bisher aber mit einer lästigen Zusatzgebühr verbunden. (Bild: Unsplash)

Einige Musikliebhaber freuen sich wohl immer noch darüber, eine "echte" Konzertkarte in der Hand zu halten und am Ende des Abends zufrieden in ihre Sammlung zu werfen. Wer auf diese Romantik verzichten kann, dürfte jedoch schon vor einigen Jahren auf das "Print @ Home"-Verfahren umgestiegen sein, um seine Tickets einfach zuhause auszudrucken. 

Macht ja auch Sinn. Man hält das Ticket sofort in der Hand, hat kein Verlustrisiko und spart sich zudem die Versandkosten. Dennoch fällt eine Servicegebühr von 2,50€ an. Wofür genau, das hat außer den eventim-Verantwortlichen bisher niemand so richtig verstanden. Auch der Bundesgerichtshof nicht. Denn nachdem Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen aufgrund der Gebühr gegen CTS Eventim geklagt hatte, wurden die Zusatzkosten für unzulässig erklärt, eine Anpassung der Gebühr könnte aber dennoch möglich sein. 

Trotz dieser Möglichkeit hat sich Eventim nun dazu entschieden, gänzlich auf die Zusatzgebühr zu verzichten. Der einfache Grund: "Wir wollen keinen Streit", wie Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Capital" erklärte.

Die Zusatzeinnahmen durch die Gebühr betragen demnach nur ca. 1 Millionen Euro im Jahr und scheinen dadurch keinen großen Mehraufwand wert. Laut einer Pressemitteilung erfolgen ohnehin nur ca. 5% der Ticket-Käuft via "Print @ Home"-Verfahren. Uns Ticketkäufer freut es!

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