5 legendäre Sneaker-Kollabos von Rappern

My Adidas, My Nikes, My Reeboks

Eminem, Kanye West und Kendrick Lamar treffen auf Adidas, Nike, Reebok & Co. Wir präsentieren euch 5 der wichtigsten Sneaker-Kollaborationen und die Geschichten dahiner. 

Video: Run-DMC - My Adidas

Im vergangenen Jahrzehnt sind Hip-Hop und Rap zweifelsfrei zur bedeutendsten und einflussreichsten Jugendkultur herangewachsen. Musik, Sprache, Style - verschiedenste Lebensbereiche des alltäglichen Lebens sind deutlich durch die Rap-Kultur beeinflusst und machen die Künstler des Genres zu Tastemakern und stilistischen Vorbildern für Millionen von Fans. 

Kanye West und seine "YEEZY"-Modelinie samt umfangreicher Adidas-Kollaboration mag das jüngste und prominenteste Beispiel sein, doch auch in der Vergangenheit haben sich diverse Modemarken und insbesondere Sneaker-Hersteller bereits mit verschiedenen Rap-Größen zusammengetan um einen exklusiven Kollaborations-Sneaker zu entwerfen.

Ob es sich dabei nun um einen Kindheitstraum des jeweiligen Rappers oder um einen gut ausgeführten Marketing-Plan, darf an dieser Stelle gerne außer Acht gelassen werden. Wir wollen euch 5 der wichtigsten "Rapper x Sneaker"-Kollaborationen der Geschichte vorstellen. 

RUN-DMC x Adidas: Superstar "Jam Master Jay"

Ehre, wem Ehre gebührt. 1986 besangen Jason Mizell, Darryl McDaniels und Joseph Simmons auf "My Adidas" ihre Liebe zu den Schuhen mit den drei Streifen und landeten einen Welthit. Durch den großen Erfolg und das anschließende Endorsement seitens Adidas, können Run-DMC als erste Markenbotschafter aus dem Rap-Bereich und zusätzlich als Türöffner und Pioniere für viele kommende Kollaborationen angesehen werden. 

Als Andenken an ihren verstorbenen DJ Jam Master Jay veröffentlichte die Gruppe vor einigen Jahren eine exklusive Variante des Adidas Superstar. Der Schuh weicht kaum vom Originalmodell ab und zeigt lediglich die Initialen "JMJ" an der Ferse und das Jahr 1986 an der Seite des Schuhs. 

Legenden sterben nie: Mit ihrer Kollaboration erinnern Run-DMC an ihren verstorbenen DJ und ihre gemeinsame Vergangenheit mit den Adidas-Sneakern. (Quelle: Adidas)

Eminem x Nike: Air Max 1 "Big Proof"

Auch Eminems Kollaboration mit Nike kann als Andenken verstanden werden. Nachdem sein bester Freund und D12-Wegbegleiter Proof im Jahr 2006 erschossen wurde, veröffentlichte Eminem in Zusammenarbeit mit Nike den Air Max 1 "Big Proof" und spendete alle Erlöse an die Proof Foundation.

Der Sneaker war in Blau, Weiß und Rot gehalten und war neben einem kleinen Porträt des Rappers ebenfalls mit der Inschrift "D-12 & Big Proof 4-ever" verziert. Das Besondere: Es wurden lediglich 8 Paare des Schuhs verkauft. Zum aktuellen Zeitpunkt findet man online keines der Paar zum Verkauf, der Preis dürfte sich aber Schritt für Schritt auf die 10.000€-Marke zubewegen. 

Das Design mag nicht mehr ganz zeitgemäß sein, die Geschichte hinter dem Schuh bleibt jedoch unvergessen. (Quelle: Nike)

Kanye West x Nike: Air Yeezy 1/2

Air Max 180, Reebok S. Carter, Air Jordan 6, Nike Air Huarache 08 - es dauerte eine ganze Weile bis Kanye Wests Sneaker-Kollaborationen die Aufmerksamkeit erhielten, die wir heute für selbstverständlich erachten. Erst mit dem Release des Nike Air Yeezy im Jahr 2009 kam ein richtiger Hype zustande, welcher die Sneakerwelt jedoch ordentlich umkrempeln sollte.

Wenn Run-DMC den Startschuss für das Verschmelzen der Sneaker- und Rap-Welt gesetzt haben, dann hat Kanye West mit seiner Zusammenarbeit mit Nike die Spielregeln nochmals völlig neu bestimmt. 

Nachdem die Veröffentlichung der "Air Yeezy 2"-Reihe zwischen 2012 und 2014 das Hype-Level in ungeahnte Höhen schießen lies, wurde die Partnerschaft zwischen Kanye und Nike anschließend etwas überraschend beendet. Kanye äußerte sich auf dem "The Life Of Pablo"-Track "Facts" zu der Situation und schloss sich anschließend Adidas an. Seither hat er eine ganze Reihe an neuen YEEZY-Modellen veröffentlicht und damit große Erfolge gefeiert, sein bedeutendster Schuh wird jedoch auch weiterhin der Air Yeezy 1 bleiben. 

Ob Kanye West diese Schuhe heute selbst noch tragen würde? Größer könnte der Unterschied zu den aktuellen Adidas-Modellen wohl kaum sein. (Quelle: Nike)

Kendrick Lamar x Reebok: Ventilator Red and Blue

Kendrick Lamar steht mittlerweile an der Spitze der Rap-Welt und hat sich bereits vor einiger Zeit Nike angeschlossen, um seine kreativen Ideen auf der "Cortez"-Silhouette umzusetzen. Seinen Sneaker-Startschuss feierte er jedoch 2015 beim Reebok Ventilator-Jubiläum. Kendrick hatte kurz zuvor sein modernes Meisterwerk "To Pimp A Butterfly" veröffentlicht und zeigte sich auch mit seinem Sneaker-Design politisch.

In schlichtem Beige gehalten, sollten lediglich die Farbakzente und die Worte "RED" und "BLUE" auf die Feindschaft der LA-Gangs "Bloods" und "Crips" aufmerksam machen und durch die Kombination beider Farben einen Friedensappell senden. 

Schlichtes Design, starke Botschaft: Kendrick Lamar zeigt sich nicht nur auf seinen Alben politisch. (Quelle: Reebok)

Tyler, The Creator x Converse: One Star "Golf Le Fleur"

Ein eigenes Festival mit Kanye West als Headliner, eine eigene TV-Sendung, eine eigene Mode-Linie und dabei mit "Flower Boy" auch noch eines der besten Rap-Alben des vergangenen Jahres veröffentlicht. Bei Tyler, The Creator scheint es keineswegs an Kreativität zu mangeln. Und so überrascht es auch nicht, dass ausgerechnet der 27-Jährige mit seiner "Gold Le Fleur"-Kollektion dafür verantwortlich sein dürfte, dass die legendäre "One Star"-Silhouette von Converse zu neuem Leben erweckt wird. 

Knallige Farben, welche das "Flower Boy"-Thema erneut aufgreifen und auch ansonsten Tylers bisherigen Design-Stil perfekt widerspiegeln. Tyler, The Creator hat es geschafft seinen persönlichen Stil uneingeschränkt in eine Kollaboration einzubringen und dabei sogar die Ehre erhalten, das Converse-Logo nach seinem Gefallen umzugestalten. 

Nur eine von vielen knalligen Farbkombinationen, die Tyler, The Creator mit in die Kollaboration gebracht hat. (Quelle: Converse)

Kendrick Lamar - DAMN.

Kendrick Lamar

Kendrick Lamar gilt spätestens im Jahr 2017 für viele Rap-Fans als "greatest rapper alive". Nicht verwunderlich, liefert der Rapper aus Compton doch über Jahre hinweg ein beeindruckendes Album nach dem nächsten. Er beschränkt sich dabei nicht nur auf das produzieren großartiger Songs sondern nutzt seine Alben stets als Plattform um Geschichten zu erzählen. Mit "To Pimp A Butterfly", welches oftmals als Meisterwerk des modernen Hip-Hops bezeichnet wird, treibt er dieses Vorgehen im Jahr 2015 auf die Spitze und präsentiert eines der beeindruckensten Rap-Alben aller Zeiten, welches jedoch durch seinen jazzigen und Hip-Hop-untypischen Sound auch viel Kritik hervorruft. 

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