Familie von Amy Winehouse distanziert sich von Doku-Film (Trailer)

"Eine verpasste Chance ihr Leben und Talent zu feiern"

Die Familie von Amy Winehouse hat sich vom lang erwarteten Film über die verstorbene Sängerin distanziert. "Der Film verpasst die Chance, ihr Leben und Talent zu feiern und setzt stattdessen auf Unwahrheiten", ließ die Familie verlauten. Der Regisseur widerspricht vehement.

Die Dokumentation über das kurze wilde Leben von Amy Winehouse stammt von Asaf Kapadian, der mit "Senna" bereits eine gefeierte, vielfach preisgekrönte Dokumentation über einen Verstorbenen gemacht hatte. 

Der Film entstand zunächst mit Unterstützung der Familie von Amy Winehouse und beleuchtet das Leben und die Karriere der 2011 verstorbenen Sängerin aus verschiedenen Perspektiven und mit zahlreichen O-Tönen. "Wir haben über 100 Leute interviewt, die Amy kannten, Familie, Freunde, ehemalige Lebensgefährten und Leute aus dem Musikbusiness, die mit ihr gearbeitet haben. Die Geschichte, die der Film erzählt ist die Reflektion über diese Aussagen", so vertedigt der Regisseur sein Werk. 

Was die Familie von Winehouse letztlich zum Rückzug aus dem Projekt verleitet hat, darüber kann nur spekuliert werden. Offenbar geht es dabei um Anschuldigungen, die einzelne Interviewpartner gegenüber Familie und Management der drogenabhängigen Sängerin machten. Wenn man sich vor Augen führt, in welchem Zustand Amy Winehouse ihre letzten Konzerte bestritt, kann man nur zu gut verstehen, dass ihr Management attackiert wird, sie so zugedröhnt auf eine Bühne gelassen zu haben, statt sie in ärztliche Behandlung zu übergeben.

Am Ende wird aber wohl auch bei dieser Dokumentation, ähnlich wie bei der Doku über Kurt Cobain, der ebenfalls im Alter von 27 Jahren auf dem Höhepunkt seiner Karriere starb, nur eine Schlussfolgerung möglich sein: Finger weg von harten Drogen!

"Amy" kommt im Juli 2015 in die Kinos.

Amy Dokumentation (Trailer)
Amy Dokumentation (Trailer)

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