Freddie Mercury: The Great Pretender (Doku 2012)

"I'm just a musical prostitute" - Doku über den schillersten Rockstar aller Zeiten

Freddie Mercury war neben Mick Jagger und David Bowie einer der größten Rockstars des Planeten. Diese Arte-Dokumentation gibt Einblicke in das Leben des rätselhaften Künstlers, der 1991 an den Folgen von AIDS starb.

Freddie Mercury: The Great Pretender (US-Dokumentation 2012)

USA 2012, 83 Minuten, online verfügbar bis 1.9.2018

Alle kennen Freddie Mercury, doch nur wenige wissen, wer dieser geheimnisvolle Rockstar wirklich war. Mercury wurde unter dem Namen Farrokh Bulsara als Sohn indischer Eltern in Sansibar geboren. Die Familie flüchtete 1964 nach London, als Sansibar sich von der britischen Kolonialherrschaft befreite. Mercury war damals 17 Jahre alt.

In London machte er seinen Schulabschluss und studierte Grafikdesign und Mode. An der Kunsthochschule lernte er auch Brian May und Roger Taylor kennen, bei deren Band Smile er zunächst als Roadie arbeitete und ihre Bühnenoutfits kreierte. 1970 gründeten die drei schließlich die Band Queen. Der Rest ist Musikgeschichte.

Die Dokumentation "The Great Pretender" nähert sich dem öffentlichkeitsscheuen Künstler an mit zahlreichen Interviews und O-Tönen von Mercury selbst, der einer der ersten offen schwulen Rockstars war, auch wenn die Öffentlichkeit das zunächst kaum wahrnehmen wollte, weil er es nie direkt aussprach. Wer ihn im Film sieht, ahnt, warum er ein Coming-Out gar nicht für nötig erachtete: er hat seine Sexualität nie versteckt.

"Ich lebte für Sex. Jeder sollte gevögelt werden, die ganze Nacht, jeden Tag, so wie ich." (Freddie Mercury)

In den 80er Jahren landete Mercury im Münchner Glockenbachviertel, wo auch heute noch der Hotspot der schwulen Szene ist und lebte dort insgesamt 6 Jahre. In dieser Zeit brach auch der AIDS-Virus aus und tötete fast eine ganze Generation homosexueller Männer. Auch Mercury steckte sich mit dem damals tödlichen Virus an und erlag 1991 mit 45 Jahren den Folgen seiner Krankheit.

Im Film kommen zahlreiche Weggefährten zu Wort und zeichnen ein Bild des Menschen hinter dem übergroßen Image, das er sich aufgebaut hatte.

Das Queen-Biopic "Bohemian Rhapsody" soll an Weihnachten 2018 ins Kino kommen.

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